Koschinat nach viertem Sieg in Folge euphorisch: "Platze vor Stolz"

Vierter Sieg in Folge, Rang 3 verteidigt und den Rückstand zum 1. FC Kaiserslautern auf zwei Zähler reduziert: Es läuft derzeit beim 1. FC Saarbrücken, was auch Trainer Uwe Koschinat nach dem 2:1-Erfolg gegen den Halleschen FC ein wenig euphorisch werden ließ.

"Krass charakterstark gezeigt"

Für gewöhnlich ruht der FCS-Coach in sich, doch nach Schlusspfiff jubelte Koschinat für seine Verhältnisse durchaus emotional. Und auch als er kurz danach zum Interview mit "MagentaSport" kam, war ihm die Freude über den Sieg mehr als deutlich anzumerken: "Wir haben uns krass charakterstark gezeigt. Ich platze ein stückweit vor Stolz und muss der Mannschaft ein Kompliment machen." Nach dem Sieg im Topspiel gegen Braunschweig vor einer Woche habe sein Team keinen Prozentpunkt nachgelassen. Eine Einstellung, die sich im Aufstiegskampf als entscheidender Faktor herausstellen könnte: "Ich weiß, wie eng diese Liga ist. Wenn du oben dranbleiben willst, sind Siege wichtig. Die Konkurrenz punktet sehr gut in letzter Zeit. Deswegen war es eminent wichtig, die personelle Situation der Hallenser auszunutzen und den vierten Sieg in Folge einzufahren. Das klingt so leicht, ist aber schwer."

Zumal die ersten 15, 20 Minuten von beiden Seiten zerfahren gewesen seien. "Wir sind aber hartnäckig geblieben und haben Halle immer wieder unter Druck gesetzt." Per Doppelschlag gingen die Saarländer über Lukas Boeder (22.) und Julian Günther-Schmidt (26.) noch vor der Pause komfortabel in Führung. Anschließend sei der FCS "deutlich überlegen" gewesen, ehe "aus dem Nichts" in Minute 64 der Anschlusstreffer fiel. "Wir hatten dann nicht mehr so die Dominanz, sind aber nicht nervös geworden." Dabei spielte den Hausherren auch der Platzverweis gegen Halles Niklas Landgraf nach 72 Minuten in die Karte. "Die Überzahl war natürlich hervorragend für uns", sagte Koschinat, merkte aber etwas kritisch an: "Ein bisschen ärgerlich ist, dass das das dritte Tor nicht noch gefallen ist." Am Ende reichte es dennoch für drei Punkte.

Boeders erstes Drittliga-Tor

Einer, der seine Freude über den Sieg ebenfalls kaum verbergen konnte, war Lukas Boeder – schließlich hatte der 24-Jährige im 133. Drittliga-Spiel seinen ersten Treffer erzielt. "Ich bin überglücklich, dass ich es endlich mal geschafft habe, in der 3. Liga zu treffen", strahlte der Verteidiger mit der Sonne um die Wette. Dass er gegen seinen Ex-Verein nicht auf den Torjubel verzichtete, erklärte er so: "Es war damals eine Scheiß-Situation für mich. Wir sind doof und ohne Gespräche auseinandergegangen. Ich bin dann in die Arbeitslosigkeit gefallen. Da freut es mich schon, mit dem neuen Verein dagegen zu treffen." Es sei ein "geiles Spiel" für ihn gewesen. "Die Fans sind gut drauf, es ist schönes Wetter. Alle sind glücklich, und ich bin auch sehr glücklich."

Mit 55 Punkten nach 31 Spielen geht der 1. FC Saarbrücken als Tabellendritter in die letzten sieben Spiele. Koschinat sprach diesbezüglich von einem "brutalen Brett" und einem "riesigen Ausrufezeichen" im erst zweiten Drittliga-Jahr. Der FCS befinde sich in einer "fantastischen Ausgangslage" und in einer "total attraktiven" Tabellenposition. "Wir untermauern unsere Ambitionen." Nun stehen mit den Duellen gegen 1860, Mannheim und Kaiserslautern drei richtungsweisende Spiele an.

Sorgen um Steinkötter und Scheu

Zunächst sind die Saarländer am 30. März aber im Landespokal bei Viertligist Homburg gefordert. Ob Justin Steinkötter und Robin Scheu dann wieder dabei sein können, ist ungewiss, nachdem sie verletzt ausgewechselt werden mussten. "Bei Steinkötter ist es irgendwas im Übergang von Wade und Kniekehle", berichtete Koschinat, konnte aber noch keine genaue Diagnose nennen. Im Hinblick auf Scheu hofft der FCS-Coach, "dass er nächste Woche wieder einsteigen kann". Damit die Erfolgself der letzten Wochen nicht auseinanderbricht.

   

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