15. Mai 2018 um 12:32 Uhr

Koschinat hadert: "Sind körperlich eingebrochen"

Von

© imago/Eibner

Die Drittliga-Saison 2017/2018 ist seit Samstagnachmittag offiziell beendet. Auch für Fortuna Köln beginnt nun die wohl verdiente und nun auch dringend benötigte Sommerpause. Die Südstädter spielten lange Zeit eine überragende Saison, brachen dann aber ein und quälten sich letztlich nur noch durch den Saisonendspurt.

Negativserie über Monate

Kaum zu glauben, dass man beim Tabellenachten der Abschlusstabelle – der vor der Saison wiedermal als ein Abstiegskandidat galt – am Ende über eine Krise sprechen musste. Doch Fortuna Köln holte in den letzten zwei Monaten in der Liga gerade einmal einen einzigen Punkt gegen Hansa Rostock. Das letzte Spiel gegen den SC Paderborn vom Samstag verlor Fortuna am Ende mit 2:4, zeigte aber gar keine so schlechte Leistung.

Die Partie war in gewisser Weise sinnbildlich für die gesamte Saison der Kölner. Über lange Zeit konnte man mit den Spitzenteams der Liga mithalten, war ebenbürtig oder gar einen Tick besser, doch am Ende des Tages, vor allem aber in den Endphasen der Spiele und der Saison, ging der Mannschaft die Puste aus. Sinnbildlich dafür musste auch Trainer Koschinat auf der Pressekonferenz nach dem Spiel eingestehen: "Wir sind am Ende körperlich eingebrochen." Damit war zwar allein das Spiel gegen die Ostwestfalen gemeint, doch die Aussage könnte man ohne weiteres als Saisonfazit durchgehen lassen.

"Letztes Spiel im Südstadion ist ein gutes Omen"

Trotz der Niederlage gegen Paderborn war der Übungsleiter aber nicht übermäßig niedergeschlagen. Vielmehr war er sogar zu ein wenig Ironie aufgelegt und merkte an: "Das ist jetzt das dritte Mal in Serie, dass ich am letzten Spieltag einem Aufsteiger gratuliere. Das letzte Spiel im Südstadion ist ein gutes Omen für die Aufsteiger. Da werden bei der Spielplanansetzung einige Mannschaften zittern, wer hier spielten darf." Die Spieler dagegen wurmte die erneute Pleite noch auf dem Rasen sichtlich.

Für den scheidenden Fortunen Markus Pazurek war die Überlegenheit des SCP ausschlaggebend: "Wir wollten unbedingt nicht verlieren. Man hat gesehen, dass Fortuna Köln eine starke Drittliga-Mannschaft und Paderborn absolut zurecht aufgestiegen ist." Sein Kollege Lars Bender war ebenfalls nicht besonders glücklich mit der Partie und den letzten Wochen: "Wir haben uns das heute ein wenig anders vorgestellt, auch die ganzen letzten Wochen. Wir wollten nochmal einen versöhnlichen Abschluss haben, aber das Ergebnis trübt das natürlich." Trotz allem bleibt für die Rheinländer eine sehr ordentliche Saison, in er man nach 29 Spieltagen nur einen Zähler hinter dem Relegationsrang zur 2. Bundesliga lag und mit einem möglichen Abstieg überhaupt nichts zu tun hatte.

 

 

Hinweis: Seit dem 25. Mai gilt unsere neue Datenschutzerklärung.