Koschinat fordert: "Brauchen drei, vier Unterschiedsspieler"

Seit fünf Spielen ohne Sieg, aus dem Landespokal ausgeschieden, das Derby in Kaiserslautern verloren und keine Chance mehr auf den Aufstieg: Ausgerechnet zum Saisonendspurt geht dem 1. FC Saarbrücken die Puste aus. Selbst Platz 4 ist in weite Ferne gerückt, doch Sportdirektor Jürgen Luginger hat die Hoffnung noch nicht aufgegeben. Derweil stellt Trainer Uwe Koschinat eine klare Forderung für die neue Saison.

Bedarf auf mehreren Positionen

Verspielt der 1. FC Saarbrücken auf den letzten Metern eine komplette Saison? Genau das droht nach den Leistungen der letzten Wochen. Der Knackpunkt: Es fehlen Spieler, die für besondere Momente sorgen können – das wurde vor allem bei der Derby-Pleite in Kaiserslautern offensichtlich, als der FCS trotz einer kompletten Halbzeit in Überzahl als Verlierer vom Platz ging. Für die neue Saison fordert Koschinat in der "Bild" daher: "Wir brauchen drei, vier Unterschiedsspieler." Bedarf besteht aus Sicht des 50-Jährigen auf mehreren Positionen: "Wir brauchen einen Innenverteidiger und einen Mittelstürmer, einen Spieler, der Standards schießen und auch den tödlichen Pass spielen kann."

Einer, der den Unterschied ausmachen kann, ist Adriano Grimaldi. Doch der 31-jährige Stürmer fällt seit Ende Januar mit Achillessehnenproblemen aus. Davor erzielte er in 24 Spielen elf Tore und bereitete vier weitere Treffer vor. Bezeichnend: Mit Grimaldi auf dem Platz verbuchte der FCS im Schnitt 1,6 Tore pro Spiel, ohne ihn sind es nur noch 1,0. In dieser Saison wird der 31-Jährige aber wohl nicht mehr zum Einsatz kommen können: "Bis Ende des Monats belastet er sein Bein nicht. Anfang Mai soll er, wenn es geht, mit Lauftraining beginnen. Die Entzündung muss aber komplett raus sein. Wir vermuten, dass er mehrmals zu früh angefangen hat, weil wer uns helfen wollte", so Sportdirektor Jürgen Luginger.

Lugingers Appell an die Mannschaft

Um am Ende doch noch Vierter zu werden, und damit in den DFB-Pokal einzuziehen, muss sich die übrige Mannschaft nun aufraffen, wie der 54-Jährige klarmacht: "Ich habe Platz vier noch nicht abgeschenkt. Und das will ich auch von den Spielern sehen!" Vier Punkte liegt der FCS derzeit hinter besagtem Rang und muss somit auf Patzer der Konkurrenz hoffen. "Wichtig ist, dass wir unseren Job machen", so Luginger.

Schon am Freitagabend sind die Saarländer bei Viktoria Berlin gefordert. "Das ist das Schöne, da können sich unsere Spieler gleich beweisen." Auch im Hinblick auf die kommende Saison, wie Luginger klarmacht: "16 Spieler haben noch Vertrag. Aber wir gucken bei allen, wie sie sich jetzt verhalten. Wir brauchen leistungsfähige Spieler für die neue Saison." Gesucht werden Spieler, die den Unterschied ausmachen.

   
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