Kommentar: VfL mit Rekordspieler Enochs zum Aufbruch

Er steht wie kaum ein anderer für pure Identifikation mit dem VfL Osnabrück. 376 Spiele in 12 Jahren im Trikot der Lila-Weißen sprechen für sich. Joe Enochs, seit Kurzem übergangsweise Cheftrainer der Niedersachsen, könnte sich für für den VfL durch seine langjährige Vergangenheit noch als Glücksgriff erweisen. Die ersten beiden Partien unter seiner Regie konnte der gebürtige US-Amerikaner bereits erfolgreich bestreiten. Dem 2:1 Sieg bei Energie Cottbus folgte am Wochenende ein 3:2 Heimerfolg gegen Holstein Kiel.

Bodenständig, ehrliche Arbeit 

Der 43-Jährige stand immer schon für die Grundtugenden des Fußballs. Mit Kampf, Leidenschaft und unermüdlichem Einsatz war er früher als Aktiver im Mittelfeld der Osnabrücker unterwegs. 2014 meisterte er die Ausbildung des DFB zum Fußball-Lehrer, sodass einem Engagement als Trainer in den Profiligen nun nichts mehr im Weg steht. Die Spieler des VfL haben ihren Wunsch in den Interviews nach dem Kiel-Spiel bereits deutlich geäußert: sie möchten mit Enochs weitermachen. Er kann den Akteuren auf dem Platz kaum besser vermitteln, was das Publikum in Osnabrück sehen möchte. Er kennt den Verein, das Umfeld und die damit verbundenen Erwartungen. Zudem überzeugte er in den vergangenen Jahren durch seine Tätigkeit als Jugendtrainer der Lila-Weißen und scheiterte vor wenigen Monaten nur knapp mit der A-Jugend in den Relegationsspielen um den Aufstieg in die Bundesliga. Enochs ist niemand, der sich vor die Kameras drängt, sondern stets bodenständig ehrliche Arbeit abliefert und damit für "seinen“ Klub goldwert ist.

Vieles spricht dafür, dass der Kult-Spieler des VfL auch zukünftig als Cheftrainer an der Seitenlinie der Bremer Brücke stehen wird. Eine Identifikationsfigur wie Enochs könnte den Verein wieder auf Kurs bringen. Und damit meine ich nicht nur den Kurs auf die vorderen Plätze, sondern auch, dass er die Begeisterung und die einzigartige Atmosphäre, die zuletzt im packenden Pokalspiel gegen Leipzig wieder auflebte, zurückbringen kann.

[box type="info"]Für mich als Redakteur von liga3-online.de ist dies heute nach über vier Jahren der vorerst letzte Bericht. Eines kann ich abschließend sagen: Über mangelnde Themen konnte ich mich beim VfL nie beschweren. Ich hoffe aber, dass sich dies nicht großartig ändern wird und ich irgendwann dann den Artikel zur Zweitliga-Rückkehr des VfL mit Joe Enochs, meinem damaligen Lieblingsspieler, verfassen darf. Macht’s gut![/box]

 

   

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