"Können es noch besser": Hirsch trotz Sieg nicht ganz zufrieden
Mit dem 3:0-Erfolg gegen den SV Meppen hat der MSV Duisburg einen Auftakt nach Maß gefeiert – und den Heimnimbus weiter ausgebaut. Trainer Dietmar Hirsch war im Großen und Ganzen zufrieden, sah aber auch noch Verbesserungspotenzial.
Hahn nicht im Kader, keine Neuzugänge von Beginn an
Das ließ sich Trainer Dietmar Hirsch nicht nehmen. Als der eingewechselte Connor Noß in der 84. Minute das 3:0 erzielte und die Partie damit endgültig entschied, rannte der MSV-Coach über den halben Platz bis zur Eckfahne, um mit Noß zu jubeln. "Ich habe mich für ihn gefreut, weil wir echt viele Spieler im Kader mit einer hohen Qualität haben", erklärte der 54-Jährige am "MagentaSport"-Mikrofon. "Wenn jemand nicht spielt, ist er ein bisschen unzufrieden. Dann so eine Reaktion zu zeigen, da habe ich einfach meinen Respekt ausgedrückt."
Mit der Leistung und dem Tor habe Noß untermauert, warum er unzufrieden ist. Während der 25-Jährige immerhin von der Bank kam, stand Kapitän Alexander Hahn überraschend gar nicht im Kader. "Bei den 20 Spielern im Spieltagskader sind gefühlt alles Stammspieler. Du musst echt entscheiden, wer spielt, wer zum Gegner passt und wer vielleicht aus dem Kader muss", so Hirsch. Das gelte es zu moderieren. Hahn habe die Nicht-Nominierung jedenfalls "sehr professionell" aufgenommen, berichtete der MSV-Coach und betonte, dass ein Kapitän nicht zwingend spielen müsse, um der Mannschaft zu helfen. Auf Neuzugänge verzichtete Hirsch in der Startelf ebenfalls, und so waren es neben Noß mit Lobinger (8.) und Schlicke (64.) noch zwei andere Altbewährte für die Tore verantwortlich.
Hirsch sieht "Verbesserungswürdiges"
Hirsch zeigte sich mit dem Auftritt "im Großen und Ganzen zufrieden", wie er betonte. Zumal die Zebras im Ligabetrieb seit mittlerweile eineinhalb Jahren zuhause ungeschlagen sind. "Wir wollten ein frühes Tor erzielen, gewinnen und die Null halten – das war das große Ziel." Er habe "viel Gutes" gesehen, aber auch noch "Verbesserungswürdiges". Unter anderem gefiel es dem 54-Jährigen nicht, dass das 2:0 trotz einiger guter Chancen erst Mitte der zweiten Halbzeit fiel. "Wir wurden etwas nachlässig, da waren mir die Abstände zu groß."
Gleichwohl stellte Hirsch aber auch fest, dass dies "Jammern auf hohem Niveau" sei, zumal Meppen nicht aufgesteckt habe. "Sie waren sehr unangenehm", zollte Duisburgs Trainer Respekt und kam zu dem Fazit: "Am ersten Spieltag kann noch nicht alles funktionieren. Das wäre vermessen. Dennoch können wir es noch besser." Den Beweis dafür antreten wollen die Zebras am nächsten Samstag in Verl – auch noch aus einem anderen Grund: "Wir wollen uns auswärts anders präsentieren als über weite Teile der Vorsaison", blickte Hirsch voraus und betonte, dass es in der 3. Liga nichts geschenkt gebe. "Wir sind mutig, das macht die Brust noch breiter, weil die Jungs einfach daran glauben, was wir uns erarbeitet haben."