Könnecke: "Das macht die 3. Liga interessant und verrückt"

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Im Interview mit liga3-online.de spricht Zwickaus Mittelfeldspieler Mike Könnecke über den Auftaktsieg gegen den Halleschen FC mit Ex-Trainer Torsten Ziegner, sein Verhältnis zum ehemaligen Coach, Veränderungen seit Amtsantritt des neuen Trainers Joe Enochs und die kommende Partie bei Aufstiegsaspirant Karlsruher SC.

"So kann es gerne weitergehen"

Beim Saisonauftakt gab es einen 2:0-Erfolg gegen den Halleschen FC, der von Ihrem Ex-Coach Torsten Ziegner trainiert wird. Ist der Sieg deshalb doppelt schön, Herr Könnecke?

Mike Könnecke: Wir hatten natürlich im Hinterkopf, dass wir gegen unseren Ex-Trainer antreten. Aber unabhängig davon, war es ein schönes Gefühl, das Auftaktspiel zu gewinnen. Wir haben eine schwierige Partie für uns entschieden und sind optimal in die Saison gestartet. So kann es gerne weitergehen.

Wie fällt insgesamt Ihr Fazit zum Auftaktspiel aus und wie ist der Sieg zu bewerten?

Mit der Leistung können wir sehr zufrieden sein. Wir wollten über unsere Zweikampfstärke kommen und aggressiv zu Werke gehen. Das haben wir sehr gut umgesetzt. Wir werden den Sieg aber nicht überbewerten. Es sind drei Punkte – nicht mehr und nicht weniger.

Wie ist das Verhältnis der Zwickau-Spieler zu Torsten Ziegner? Sind einige Spieler noch nachtragend? Die vorzeitige Trennung im April verlief ja bekanntermaßen nicht ganz glücklich.

Wie es bei den anderen Spielern ist, weiß ich nicht. Ich kann nur für mich sprechen. Torsten Ziegner und ich sind im Guten auseinander gegangen und ich bin sehr dankbar, unter ihm gespielt haben zu dürfen. Ich konnte unter ihm viel lernen und mich weiterentwickeln.

 

"Nicht mehr so viele lange Bälle schlagen"

Nach der Ziegner-Ära von fast sechs Jahren ist nun Joe Enochs Ihr Trainer. Hat sich unter seiner Regie etwas verändert?

Auf jeden Fall, aber das ist auch ganz normal. Jeder Trainer hat seine eigene Spielphilosophie. Wir wollen offensiv mehr Akzente setzen und nicht mehr so viele lange Bälle schlagen. Das klappt auch schon ganz gut. Insgesamt halte ich Enochs für einen hervorragenden Trainer. Schon zum Zeitpunkt seiner Verpflichtung hatte ich ein sehr gutes Gefühl. Das hat sich mittlerweile bestätigt.

Die Konkurrenz in der 3. Liga ist größer denn je. Wird es in dieser Saison besonders schwer, die Klasse zu halten?

Anders als in anderen Spielklassen ist es in der 3. Liga so, dass es für so gut wie alle Mannschaften schwierig ist, sich von der Abstiegszone fernzuhalten. Es kann immer jeder jeden schlagen. Das macht die Liga sehr interessant, aber auch verrückt.

Am Samstag geht es mit der Partie gegen den Aufstiegsaspiranten Karlsruher SC weiter. Wie schätzen Sie den Gegner ein und was ist dort drin für Zwickau?

Der KSC gehört für mich zu den großen Aufstiegsfavoriten. Karlsruhe hat im letzten Jahr nur knapp die Rückkehr in die 2. Bundesliga verpasst und der Großteil des Kaders ist zusammengeblieben. Ich erwarte einen sehr spielstarken Gegner, der vor allem bei Kontern gefährlich ist. Unsere Aufgabe wird es sein, das schnelle Konterspiel des KSC zu unterbinden und wieder mit unserer Zweikampfstärke zu punkten. Wenn uns das gelingt, können wir auch etwas Zählbares mitnehmen.

 

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