Kiel gewinnt Topspiel klar – Duisburg verliert in Aalen

Spieltag35c

Holstein Kiel hat die 2. Bundesliga fest vor Augen: Am Samstagnachmittag setzten sich die Störche mit 3:0 im Topspiel gegen Jahn Regensburg durch und festigen damit den zweiten Tabellenplatz. Während sich Tabellenführer Duisburg mit 1:2 in Aalen geschlagen geben musste, endete das Derby zwischen Halle und Magdeburg 1:1. Zudem spielten Lotte-Osnabrück (0:0), Chemnitz-Erfurt (1:1), Rostock-Wiesbaden (1:3), Großaspach-Bremen II (0:0) und Frankfurt-Mainz II (1:2)

3:0! Kiel gewinnt Topspiel in Regensburg und festigt Platz 2

Über 10.000 Zuschauer in der Continental-Arena sahen das erwartet temporeiche Topspiel, in dem die Gäste aus Kiel nach acht Minuten in Führung gingen: Kronholm machte das Spiel nach einer Jahn-Chance schnell und leitete einen Konter ein. Über Ducksch kam der Ball zu Kingsley Schindler, der das Leder aus halbrechter Position über die Linie drückte. Nur zwei Minuten später hatte Kiel die nächste Chance, dieses Mal blieb Keeper Pentker gegen Ducksch aber Sieger. Regensburg brauchte einige Minuten, um sich von dem Rückstand zu erholen, drängte dann aber auf den Ausgleich: Thommy (25.) und Odabas (26.) hatten immerhin zwei kleinere Chancen. In der Folge kam der Spielfluss etwas zum Erliegen, viele Fouls und Diskussionen prägten nun das Bild. Erst kurz vor der Pause verbuchten George (44.) und Lais (45.) nochmal zwei Gelegenheiten, danach ging mit dem 1:0 für die Gäste in die Kabinen.

Auch nach Beginn des zweiten Durchgangs hielt Regensburg den Druck weiter hoch, fand gegen gut sortierte Gäste aber nur selten eine Lücke. Kiel lauerte unterdessen auf Konter und hatte nach 58 Minuten die dicke Chance auf das 2:0 – ein Volleyschuss von Drexler flog nur hauchdünn über die Latte. Die Störche waren nun voll da und legten in Minute 69 nach: Marvin Ducksch brachte das Leder nach Vorlage von Schindler im Tor unter. Regensburg machte nun hinten auf und warf alles nach vorne. Sieben Minuten vor dem Ende hatte Lais die Riesenchance auf den Anschluss, fand in Keeper Kronholm aber seinen Meister. Im direkten Gegenzug war die Partie mit dem 3:0 durch Manuel Janzer, der mehrere Regensburger aussteigen ließ, entschieden. Wenig später hätte Janzer sogar auf 4:0 erhöhen können, schoss aus spitzem Winkel aber vorbei. In der Tabelle festigen die Störche den zweiten Tabellenplatz und liegen nun vier Zähler vor Regensburg (Vierter).

1:1 im Derby zwischen Halle und Magdeburg

Halle gab vom Anpfiff weg den Ton an und hatte bereits nach sechs Minuten die erste Riesenchance. Nach einer Flanke von Lindenhahn kam der Ball nach einem Fehler von FCM-Keeper Zingerle zu Diring, der aus sechs Metern die Latte traf. Die Hausherren rannten weiter an und wurden in Minute 15 mit der verdienten Führung belohnt. Ajani sicherte sich das Leder auf der Außenbahn und brachte es in den Strafraum, wo Martin Röser zum 1:0 einnetzte. Mit der Führung im Rücken blieb Halle das bessere Team, Magdeburg konnte nur selten für Entlastung sorgen. Trainer Jens Härtel reagierte und nahm Tobias Schwede nach 35 Minuten raus – für ihn kam Schiller. Danach fand der FCM etwas besser ins Spiel, konnte vor der Pause aber keine Akzente mehr setzen.

Umso schwungvoller starten die Gäste dann in den zweiten Durchgang. Keine 60 Sekunden nach Wiederanpfiff setzte Niemeyer einen Ball zunächst an die Latte, ehe Piotr Ćwielong den Abpraller per Kopf zum 1:1 im Tor unterbrachte. Vier Minuten später hätte es dann fast auf der anderen Seite wieder geklingelt: Beck musste eine Ecke von Röser auf der Linie klären. Es ging nun hin und her: In Minute 57 setzte Hammann einen Freistoß nur hauchdünn vorbei, sechs Zeigerumdrehungen später scheiterte Ćwielong an HFC-Keeper Schnitzler. Der FCM blieb dran und verpasste fünf Minuten vor dem Abpfiff die Führung: Düker verlängerte eine Flanke auf Niemeyer, der per Außenrist über den Kasten zog. Es war die letzte Chance des Derbys, das mit einer Punkteteilung endete. In der Tabelle bleibt Magdeburg Dritter, verliert aber zwei Punkte auf Kiel.

1:2! Tabellenführer Duisburg verliert in Aalen

Der VfR erwischte einen Blitzstart und ging bereits nach sieben Minuten in Führung. Eine Ecke fand genau den Kopf von Gerrit Wegkamp, der sich nicht zweimal bitten ließ. Duisburg reagierte mit wütenden Angriffen und wäre nur vier Zeigerumdrehungen später fast zum Ausgleich gekommen, doch Bernhardt konnte einen abgefälschten Schuss von Geyer gerade noch klären. Der MSV drängte nun mit aller Macht auf das 1:1. Nach 25 Minuten hatte Engin die Chance dazu, setzte den Ball jedoch neben den Pfosten. Spielerisch wusste jedoch der VfR mehr zu gefallen, der vor allem über Morys und Wegkamp für mächtig Alarm im MSV-Strafraum sorgte. Die Duisburger kamen erst kurz vor der Pause nochmal zu einer Chance, als Engin über den Kasten zog (44.).

Nach Wiederanpfiff ging dann alles ganz schnell: Mit einem langen Ball hebelte Müller die komplette Hintermannschaft der Zebreas aus und fand Matthias Morys, der nach exakt zwölf Sekunden auf 2:0 für Aalen erhöhte. Duisburg wackelte nun, Flekken musste nach 54 Minuten das 0:3 verhindern. Trainer Ilia Gruev reagierte und brachte mit Onuegbu einen weiteren Stürmer. In der 64. Minute hätte sich Einwechslung beinahe schon bezahlt gemacht, denn der Angreifer scheiterte nur denkbar knapp an Bernhardt im Aalener Tor. Plötzlich waren die Zebras da, Dausch ließ in Minute 66 die nächste Topchance liegen. Im Minutentakt kam der MSV nun in den Strafraum der Hausherren und wurde nach 70 Minuten mit dem Anschlusstreffer belohnt – Joker Onuegbu knipste. Duisburg wollte es jetzt wissen, Schnellhardt traf nach 73 Minuten den Pfosten. Aalen wurde nun schwindelig gespielt und kam kaum noch aus der eigenen Hälfte. In der Schlussphase warf der MSV nochmal alles nach vorne, kam aber trotz weiterer Chancen durch Brandstetter und Dausch in der Nachspielzeit nicht mehr zum erhofften Ausgleich. Duisburg bleibt zwar Tabellenführer, liegt allerdings "nur" noch fünf Punkte vor Rang 3.

Nullnummer bei Lotte gegen Osnabrück

In den ersten Minuten gaben die Sportfreunde klar den Ton an und hätten durch Wendel früh in Führung gehen müssen, doch VfL-Keeper Marius Gersbeck war zur Stelle (12.). Die Elf von Trainer Joe Enochs war unterdessen um Spielkontrolle bemüht, strahlte dabei aber kaum Gefahr aus. Wie aus dem Nichts bot sich Reimerink nach 26 Minuten dennoch die dicke Chance auf die Führung, Fernandez im Tor der Hausherren reagierte aber glänzend. Vier Zeigerumdrehungen später dann wieder Lotte: Nach einer Flanke von Wendel traf Sané per Seitfallzieher die Latte! Osnabrück kam unterdessen nur zu Distanzschüssen und hatte Glück, dass Gersbeck in Minute 41 und 43 zwei Mal sensationell parierte. Die Führung der Sportfreunde wäre zu diesem Zeitpunkt verdient gewesen, zur Pause blieb es aber beim 0:0.

Nach dem Seitenwechsel präsentierte sich der VfL zielstrebiger und kompakter – die Räume für Lotte waren nun enger. In Minute 52 hatte Tigges das 1:0 für den VfL auf dem Fuß, traf aus der Drehung aber nur den Pfosten. Osnabrück wurde nun stärker, Arslan (56.) und Reimerink (58.) hatten weitere Chancen. Die Lila-Weißen drängten in dieser Phase auf die Führung, Lotte wirkte platt. Am Ende blieb es beim torlosen Remis, denn auch Osnabrück konnte in der Schlussphase keine Akzente mehr setzten. In der Tabelle bleibt der VfL drei Punkte hinter Platz 3.

Dreifacher Last-Minute-Schock: Hansa unterliegt Wiesbaden

Die Kogge erwischte vor heimischem Publikum zunächst einen Traumstart und ging nach neun Minuten durch Stephan Andrist in Führung – das elfte Saisontor des Schweizers. Wiesbaden reagierte mit wütenden Angriffen auf den Rückstand, hatte aber Glück, dass Jänicke in Minute 27 nicht auf 2:0 stellte. In Minute 39 konnte wiederum die Kogge durchatmen, als Schiedsrichter Benjamin Bläser einen Treffer von Mayer aufgrund einer Abseitsposition nicht anerkannte.

Nach dem Seitenwechsel rannte Wiesbaden an, Hoffmann musste den Ball nach 50 Minuten von der Linie kratzen. Es ging nun hin und her, Jänicke vergab innerhalb weniger Augenblicke gleich zwei gute Chancen. In der Folge flachte die Partie etwas ab, danach begann eine hektische Schlussphase. Andrist lief nach 81 Minuten frei auf Kolke zog, verfehlte den Kasten aber denkbar knapp. Das sollte sich rächen: Erst traf Funk im direkten Gegenzug zum 1:1, dann drehten Schäffler (90.) und Breitkreuz (90.+3) die Partie endgültig – Wahnsinn!

Remis zwischen Chemnitz und Erfurt

RWE machte zunächst das Spiel, das Tor fiel nach 22 Minuten jedoch wie aus dem Nichts auf der anderen Seite: Dennis Grote brachte die Himmelblauen nach einem sehenswerten Lupfer in Führung. Erfurt war um eine schnelle Antwort bemüht, hatte aber Glück, dass Hansch in Minute 42 das 2:0 für den CFC verpasste.

Nach Wiederanpfiff hatte Kammlott die Riesenchance auf den Ausgleich, blieb aber an Keeper Kunz hängen. Vier Zeigerumdrehungen später setzte Fink das Leder frei auf das Tor zulaufend an den Pfosten, in Minute 76 kam Erfurt dann zum Ausgleich: Tugay Uzan netzte aus rund 20 Metern ein. Chemnitz rannte nochmal an, traf vier Minuten vor Schluss aber nur die Latte (Frahn) – es blieb beim 1:1. Erfurt ist nun seit acht Spielen sieglos und liegt nur noch drei Punkte vor den Abstiegsplätzen.

Mainz gewinnt in Frankfurt – Werder nur 0:0

Im Duell der Kellerkinder setzte sich der FSV Mainz 05 II nach Toren von Sliskovic (43.) und Rossmann (68.) mit 2:1 durch beim FSV Frankfurt – für die Hessen erzielte Fabian Graudenz den zwischenzeitlichen Ausgleich. Trotz des Sieges liegen die Nullfünfer weiterhin sechs Punkte hinter dem rettenden Ufer.

Das Duell zwischen Sonnenhof Großaspach und Werder Bremen II endete unterdessen 0:0. In der Tabelle belegt der SVW nun den drittletzten Platz.

   
Back to top button