Kickers-Pleite: Parallelen zu Wiesbaden und Dresden

Die Stuttgarter Kickers verloren am vergangenen Samstag ihr Auswärtsspiel bei Preußen Münster mit 4:2. Es war das dritte sieglose Spiel der Schwaben in Folge. Somit rutschen die Degerlocher auf den achten Tabellenplatz ab. Die Kickers zeigten über weiter Strecken der Partie eine ordentliche Vorstellung, scheiterten aber an der schwachen Chancenauswertung. Zudem brachte ein individueller Fehler von Abwehrchef Marc Stein vor dem 1:1 die Blauen um den verdienten Lohn.

Für Trainer Horst Steffen war es am Ende ein alt bekanntes Bild. Denn wie schon gegen Dynamo Dresden dominierten die Kickers teilweise die Partie und hätten sich mindestens einen Punkt verdient gehabt. Der Ausgleichstreffer zum 1:1 war der Wendepunkt des Spiels – die Preußen kamen dadurch besser ins Spiel. Ausgerechnet der sonst so souveräne Marc Stein patzte, als er den Ball als Rückgabe auf Keeper Sattelmaier köpfen wollte und Hoffmannn nur noch einschieben musste. Auch aus Sicht von Trainer Horst Steffen ein völlig unnötiges Gegentor, welches ihn verärgerte. Nach der Halbzeitpause kamen die Schwaben wieder stark aus der Kabine und waren das spielbestimmende Team. Dort hat man deutlich gesehen, dass die Blauen mit den Tabellenzweiten durchaus mithalten können, allerdings zeigten die Kickers vor dem Tor Nerven. Auch Elia Soriano, der sein erstes Spiel von Beginn an machte, blieb am Samstag ohne Treffer. Auch im Spiel zuvor gegen Dynamo Dresden konnten sich die Kickers einige Chancen herausspielen, allerdings nur einen Treffer erzielen.

"Doppelschlag hat uns sicherlich das Genick gebrochen"

Zwei Tore innerhalb von drei Minuten von Preußen Münster sorgten dann für die vermeintliche Vorentscheidung. "Der Doppelschlag hat uns sicherlich das Genick gebrochen“, wird Steffen auf der SVK-Homepage zitiert. Nach dem Anschlusstreffer von Berko gelang Münster in der Schlussminute noch der vierte Treffer. Die Kickers stecken somit in einer Ergebniskrise. Sie spielen zwar schönen Fußball aber scheitern großenteils an sich selbst. In Wiesbaden verspielte man eine 3:1-Führung und verschoss einen Elfmeter. Im Heimspiel gegen Tabellenführer Dresden kann man sicherlich verlieren, doch beide Gegentore fielen nach Standardsituation und waren vermeidbar. In Münster kann Stuttgart zwar wieder spielerisch gut mithalten, doch ein Lapsus von Verteidiger Stein bringt die Kickers um den verdienten Lohn. Horst Steffen bringt es auf den Punkt: "Wir dürfen eben nicht so viele Fehler machen und müssen leider mit der Niederlage leben.“ Wenn es den Blauen gelingt diese Fehler abzustellen, sollten auch die Ergebnisse wieder besser werden. Doch nach zuletzt neun Gegentoren in drei Spielen wartet noch viel Arbeit auf die Blauen.

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