KFC Uerdingen: Warum das Effenberg-Aus nicht überrascht

Nach nur 227 Tagen ist das Kapitel KFC Uerdingen für Stefan Effenberg seit Dienstag schon wieder Geschichte. "Auf eigenen Wunsch", wie der KFC mitteilte, habe der Manager den Verein nach nicht mal sieben Monaten verlassen. Überraschend kommt das nicht.

"Einiges bewegt"?

Es sind gerade mal acht Sätze, mit denen der KFC Uerdingen am späten Dienstagnachmittag in einer Pressemitteilung das Ende der kurzen Effenberg-Ära verkündete. Auch der 51-Jährige selbst kommt darin zu Wort – und lässt vor allem mit einer Aussage aufhorchen: "Wir haben gemeinsam einiges bewegt". Die Frage ist nur: Was hat der frühere Bundesliga-Star bewegt? Klar, sportlich ging es unter Effenberg leicht bergauf. Statt wie beim Amtsantritt des gebürtigen Hamburgers in Abstiegsgefahr zu schweben, rangiert der KFC in der derzeit unterbrochenen Saison nur noch fünf Punkte hinter dem Zweiten aus Mannheim. Doch der elfte Tabellenplatz liegt insgesamt hinter den Ansprüchen des ambitionierten Vereins.

Auch die Winter-Transfers Edvinas Girdvainis und Rijad Kobiljar – zwei eher unbekannte Kickers aus dem Osten Europas – sind nicht unbedingt das, was man sich mit Effenberg als Manager vorstellt. Und was meint der 51-Jährige mit "gemeinsam"? An der Rückholaktion von Stefan Krämer als Trainer soll Effenberg nach Angaben der "Rheinischen Post" schon nicht mehr beteiligt gewesen sein – das war bereits vor zwei Monaten.

Trainingslager-Posse im Winter

Wie die Zeitung zudem berichtet, soll es im Winter zu einem Bruch zwischen Effenberg und den Vereinsverantwortlichen um Präsident und Investor Mikhail Ponomarev gekommen sein. Grund dafür war das misslungene Trainingslager in Italien. Das von Effenberg organisierte Hotel in der Toskana konnte sich zwar sehen lassen, verfügte aber über keinerlei Trainingsplätze. Und der Platz in einem nahegelegenen Dorf erfüllte nicht im Ansatz die Anforderungen für Profitraining – von Bedingungen wie in der Kreisliga war die Rede. Offenbar hatte es Effenberg versäumt, den Platz im Vorfeld in Augenschein zu neben. Entsprechend musste der KFC das Trainingslager nach nur zwei Tagen abbrechen – eine optimale Vorbereitung sieht anders aus.

Insgesamt zeigt sich: Effenberg und der KFC, das passte nicht. Die großen Erwartungen beider Seiten im Vorfeld verpufften schnell, sodass der Abgang des 51-Jährigen am Ende nicht überraschend kam.

   
  • Oliver

    Diese Effenbergs, diese Baslers haben alles eines gemein. Ihr Ego, ihre Selbstüberschätzung stimmen nicht mit den erbrachten Leistungen nach ihrer Profi-Laufbahn überein. Ausser dünne Luft kommt, da nicht viel raus. Als Schwätzer im Dopa sind sie da schon besser aufgehoben.

    • Ar Gus

      Trifft den Nagel voll auf den Kopf!

    • PeterPlys

      Solche Typen können eben nur Fußball spielen. Mehr ist mit ihren Synapsen nicht möglich und auch nicht vorgesehen. Nach dem Ende der Karriere als Fußballer sollten sie sich in ihr Schicksal ergeben und das erspielte Geld sparsam ausgeben, keine Interviews geben und auf gar keinen Fall im Fußball-Business versuchen.
      Leider verhindern dies die erwähnten Synapsen mit verschiedensten Kurzschlüssen…

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