KFC Uerdingen: Stadt stimmt Grotenburg-Sanierung zu

Gute Nachrichten für den KFC Uerdingen: Der Rat der Stadt Krefeld hat am Donnerstagabend der Grotenburg-Sanierung und einer Übernahme der Mehrkosten in Höhe von sechs Millionen Euro mit deutlicher Mehrheit von 45:11 zugestimmt. Damit kann das Stadion nun drittligatauglich umgebaut werden. Bis der KFC in sein Wohnzimmer zurückkehren kann, wird es allerdings noch dauern.

Umbau teurer als zunächst gedacht

Bereits im vergangenen Jahr hatte die Stadt eine Summe von 10,5 Millionen Euro für die Sanierung der Grotenburg freigegeben. Wie sich jedoch herausgestellte, reichte das Geld nicht, um die Spielstätte drittligatauglich umzubauen. Konkret hatte der Bauunternehmer zusätzliche Kosten in Höhe von rund sieben Millionen Euro errechnet. Unter anderem, weil die Toiletten und Kioske, aber auch die Verlegung der Stehplatzplätze für die Gästefans auf die Westtribüne, die Einfassung der Spielfläche mit Verbundpflaster, Abstellplätze für Räder, zusätzlicher Zuschauerraum für Rollstuhlfahrer, Regenversickerung, eine Polizei- und Sanitätswache sowie eine Neuplanung der Freiflächen und Zuwegungen teurer sind als zunächst gedacht. Die Übernahme der Mehrkosten hatte die Stadt im Dezember jedoch abgelehnt, sodass die bereits begonnenen Bauarbeiten unterbrochen wurden.

Über verschiedene Einsparungen (u.a. Reduzierung der Business-Sitzplätze und Entfall der zweiten Schiedsrichterkabine) gelang es in den letzten Wochen, den Kostenrahmen um eine Million auf insgesamt 16,3 Millionen Euro zu senken. Den Mehrkosten von nunmehr knapp sechs Millionen Euro stimmte der Stadtrat nun ebenso wie einem Entwurf zur Gründung einer Stadiongesellschaft zu. Der Stadt zufolge soll die Grotenburg "nach Ertüchtigung nicht nur für den 3. Liga-Betrieb, sondern auch für andere sportliche und kulturelle Nutzungen zur Verfügung stehen". Dies erfordere den Aufbau eines "professionellen Stadionbetriebs".

Fertigstellung erst im April 2022

Klar ist aber: Aus der für Sommer anvisierten Rückkehr in die Grotenburg wird nichts, die vollständige Inbetriebnahme des Stadions ist erst bis Ende April 2022 geplant. Und auch ein Spielbetrieb ohne Zuschauer scheint in den nächsten Monaten nicht möglich, wohl frühestens im Februar 2022 wird wieder ein Spiel in der Grotenburg stattfinden können. Heißt also: Auch im vierten Jahr in Folge müssen die Krefelder in der kommenden Saison in ein anderes Stadion ausweichen. Derzeit spielt der KFC in Lotte, zuvor trug er seine Heimspiele in Düsseldorf und Duisburg aus. Ob der DFB im Falle des Klassenerhalts einem erneuten Umzug zustimmen wird, ist allerdings noch offen.

Im ersten Schritt sollen nun "sicherheitsrelevante Maßnahmen" vollzogen werden – darunter die Erneuerung der Blitzschutz- und Starkstromanlagen, brandschutztechnische Maßnahmen sowie die Sanierung maroder Abwasser und Wasseranlagen. Kostenpunkt: 9,4 Millionen Euro. Tiefbauarbeiten für die Installation einer Rasenheizung, Malerarbeiten sowie die Neuverglasung an der Haupttribüne sind bereits im vergangenen Jahr durchgeführt worden. Um das Stadion für einen Spielbetrieb in der Regionalliga mit einer Zuschauerkapazität von 3.500 Zuschauern zu ertüchtigen, wären rund zwölf Millionen Euro notwendig.

Weiterlesen: Für Rettung des KFC Uerdingen: Noch "mehrere Bausteine" nötig

 

   
  • JR910

    Ob der DFB dem zustimmt, darüber brauch sich nun wirklich keiner Sorgen zu machen.
    Es werden sicher genügend finanzielle Mittel für die offenen Hände zur Verfügung stehen.
    Sorgen sollte man sich eher machen, ob die Kohle diesmal für die Fertigstellung ausreicht..
    Aber auch das sollte im Endeffekt kein Problem sein.
    Man kann ja noch vom Soli Fond ein wenig umschichten.

  • ironimus

    Tolle Animation. Hat aber mit der Wirklichkeit leider gar nichts zu tun.

Back to top button