KFC Uerdingen: Heimspiel gegen Meppen nicht in Düsseldorf?

Am 28. September trifft der KFC Uerdingen in einem Heimspiel auf den SV Meppen. Doch ob die Partie wie geplant in der Düsseldorfer Merkur Spiel-Arena stattfinden kann, ist scheinbar noch offen.

Noch kein Mietvertrag

"Ich kann Ihnen nicht versichern, dass wir gegen Meppen in Düsseldorf spielen", sagte KFC-Präsident Mikhail Ponomarev laut der "Westdeutschen Zeitung" bei einem Fanhearing des KFC Uerdingen am Mittwochabend. Offenbar gibt es bislang noch keinen gültigen Vertrag mit der Stadt Düsseldorf und dem Stadionbetreiber. "Wir sind in einer sehr schwierigen Situation", sagt Ponomarev und berichtet davon, in den Verhandlungen mit dem Stadionbetreiber alleine gelassen worden zu sein. Daher fordert der KFC-Boss nun finanzielle Unterstützung von der Stadt. Oberbürgermeister Frank Meyer stellte allerdings unlängst klar, dass die Stadt den Verein aus rechtlichen Gründen bei der Mietzahlung nicht direkt unterstützen darf. Wo die Partie gegen Meppen alternativ stattfinden könnte, ist offen.

Ungewiss ist auch, ob die Bauarbeiten an der heimischen Grotenburg bis zum kommenden Sommer abgeschlossen sein werden, sodass der KFC nach drei Jahren im Exil wieder ins eigenen Stadion zurückkehren kann. "Wir haben keine Informationen über den Ausbau der Grotenburg. Ein Stadion ist das Herzstück eines Vereins und wir haben keins", kritisierte Ponomarev.

3,3 Millionen Euro vom Bund

Doch es gab auch eine gute Nachricht: Wie am Mittwoch bekannt wurde, erhält die Stadt Krefeld für den Umbau des Stadions Fördergelder des Bundes in Höhe von 3,3 Millionen Euro. "Wir freuen uns über die Bundesförderung für die Sanierung des Stadions", erklärt Rachid Jaghou, Leiter des Zentralen Gebäudemanagements. Der Antrag sei allerdings bereits 2018 gestellt worden. "In der Zwischenzeit ist in der Grotenburg planerisch und baulich viel passiert. Wir werden nun klären müssen, wie sich die Fördergelder im jetzigen Stadium der Arbeiten in die Maßnahme integrieren lassen." Klar sei, dass es eine Zeitverzögerung dadurch nicht geben dürfe. 

Momentan laufen die letzten Vorbereitungen für die Ertüchtigung des Stadions. "Wir sind auf einem guten Weg, die Grotenburg zur Saison 2021/22 wieder spielfertig zu bekommen", erklärt Frank Meyer. Es sei "definitiv" an der Zeit, nach vorne zu schauen und sich gemeinsam auf sehenswerten Profifußball an jenem Ort zu freuen, "der das Herz jedes Krefelder Fußballfans höherschlagen lässt". In wenigen Wochen sollen die Arbeiten am Rasen beginnen, das europaweite Ausschreibungsverfahren steht kurz vor dem Abschluss. 

Parallel dazu werden aktuell Ausschreibungen für diverse Bau- und Ausbauarbeiten erarbeitet. Hierzu zählen Außenanlagen mit Zäunen, Wege und Kassenhäuschen oder auch die Rohbauarbeiten für neue zusätzliche Gebäudeteile wie Toiletten und Kioske, aber auch Elektro- und Sanitärgewerke. Einen deutlichen Qualitätssprung gegenüber dem heutigen Zustand erwarten sich die Planer von einer neuen digital gesteuerten Lautsprecheranlage. Auch das Flutlicht soll moderner bleiben, wenngleich die alten Masten erhalten bleiben sollen. 

 
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