"Keine Luftschlösser": HFC plant mit geringerem Etat

Die 3. Liga ist zwar gerade erst auf dem Weg, ganz behutsam auf die Zielgerade Richtung Saisonendspurt abzubiegen. Dennoch müssen die Klubs schon jetzt die Unterlagen für die kommende Spielzeit bei DFL und DFB einreichen, um rechtzeitig die Lizenzen beantragen zu können. Dabei geht es natürlich auch um den Etat der Vereine. Der HFC rechnet mit weniger als in dieser Saison.

Etat-Erhöhung nicht ausgeschlossen

Beim Halleschen FC gehen sie die Sache konservativ an, wie Präsident Jens Rauschenbach der "Mitteldeutschen Zeitung" erklärte. Klar, die fehlenden Zuschauereinnahmen durch die Corona-Pandemie tun eben weh. Deshalb "können wir nur in Etappen vorgehen", sagte Rauschenbach. Aktuell würden die Rot-Weißen um die finanzielle Absicherung dieser Saison "kämpfen" und planen die nächste Spielzeit "ohne Luftschlösser". Beim HFC, der es gewohnt ist, genauestens auf seine Ausgaben zu achten, geht niemand ein Risiko ein.

Für die kommende Spielzeit wird aktuell mit weniger als 7,2 Millionen Euro geplant. Diesen Etat hatten die Saalestädter für die aktuelle Spielzeit zur Verfügung. Doch die Unsicherheiten durch Corona lassen eine keine Steigerung, nicht einmal das Vorjahres-Niveau, zu. Die Klubs können nicht mit Zuschauereinnahmen rechnen. Denn niemand weiß, wann – wie lange überhaupt – und wie viele Fans in die Stadien gelassen werden, wenn es die Bedingungen wieder zulassen. "Ziel muss es sein, gemeinsam mit jetzigen und neuen Sponsoren eine Entwicklung auch im Budget zu organisieren", hofft Rauschenbach, dass die Zahl eventuell noch nach oben angehoben werden kann, wenn das Vereinsumfeld mitspielt.

Auch Zweitliga-Lizenz beantragt

Stattdessen geht es aktuell darum, mit Blick auf die kommenden Monate, halbwegs glimpflich aus der aktuellen Situation zu kommen. Um "ohne Vorbelastungen und Kredite in die nächste Saison starten", wird es keine Alternativen zur Kurzarbeit geben, in der sich viele Mitarbeiter der Geschäftsstelle seit einigen Monaten befinden. Zudem benötigt es die Corona-Fördergelder zum Staat und weiterhin die Unterstützung von Sponsoren.

Auch wenn der Aufstieg aktuell so realistisch ist wie ein morgiges Ende der Corona-Pandemie, reicht der Klub auch die Unterlagen für die 2. Bundesliga ein. Der Etat könnte bei einem Aufstieg mit rund 15 Millionen Euro Etat rechnen. Rund Sieben Millionen Euro davon würden auf die TV-Gelder fallen, berichtet die "MZ".

   
  • Matthias Mewes

    …das bedeutet zwangsläufig nicht, dass weniger Liquidität für den Kader zur Verfügung steht, da bekanntlich die Finanzierung zweier Trainerstäbe weg fällt.

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  • Robert B.

    wir werden noch lange der letzten Saison nachtrauern, jetzt sind die Chancen auf den Aufstieg (sind wir realistisch) bis auf weiteres verspielt.

  • Daniel M.

    Machen alles richtig. Auch die Beantragung der Lizenz für Liga 2. für diese Eventualität muss man vorbereitet sein, wenn es noch theoretische Möglichkeiten gibt. Auch wenn sie schon etwas optimistisch anmutet. Ansonsten wird es auch sportlich zunehmend schwerer und das Ziel für die nächste Saison heißt dann auch Klassenerhalt. Aber so ist es halt.

  • Sterneneisen

    Lieber so als verzockt.

    Das mit der 2. Ligalizenz verstehe ich dagegen nicht, das Geld hätte man sich sparen können. Dass theoretisch eine Aufstieg bzgl. Lizenz möglich wäre, hat man schließlich schon wiederholt ausgelotet, aber sportlich spielt das doch definitiv keine Rolle.

    • Robert B.

      hadu recht

    • Fat Tony

      Es ist einfach eine Frechheit, dass man dafür beim DFB Geld bezahlen muss, wenn man schon vor Saisonende die Pläne einreichen soll. Davon mal abgesehen, dass nur wenige Vereine sich an ihre Saisonpläne halten, weil man mit Spielgeld von Investoren planen darf.

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