Keine Favoritenrolle vergeben: Aufsteiger Kiel gastiert in Münster

Vor wenigen Wochen noch wären sich alle Experten und Fans ob der Favoritenrolle beim Duell zwischen dem SC Preußen Münster und Holstein Kiel (Samstag, 14:00 Uhr, live auf sportschau.de) einig gewesen. Auf der einen Seite die Adlerträger, die im vergangenen Jahr nur knapp den Aufstieg in die 2. Bundesliga verpassten und mit Taylor, Kara und Bischoff mit die besten Offensivspieler der Liga in ihren eigenen Reihen haben, auf der anderen Seite der Aufsteiger aus Schleswig-Holstein. Doch nach vier gespielten Runden in der neuen Saison ist diese Favoritenrolle nicht mehr klar verteilt. Die Preußen stehen nach einem Sieg und zuletzt drei Remis in Folge auf Rang neun, die Kieler mit acht Punkten vier Plätze weiter oben.

Preußen streben nach zweitem Saisonsieg

Für Preußen Münster zählt nach den glücklichen Unentschieden in Leipzig und gegen Erfurt sowie der Punkteteilung in Wehen-Wiesbaden nur der Sieg. Ein weiteres Remis oder gar die erste Saisonniederlage würden ein weiteres Abrutschen und somit auch der Verlust des Anschlusses an die obere Tabellenspitze bedeuten. Da dürfte es Preußen-Coach Pavel Dotchev gerade recht kommen, dass er mit Ausnahme von Ergänzungsspieler Robin Neupert auf seinen kompletten Kader zugreifen kann. Dazu gehören auch Rogier Krohne, der sich vergangene Woche beim Training einen Nasenbeinbruch zuzog und deshalb das Topspiel in Wehen verpasste sowie der Langzeitverletzte Kevin Schöneberg. Der Außenverteidiger gab beim unter der Woche beim Westfalenpokal gegen Borussia Dröschede (2:0) sein Comeback im Dress der Adlerträger. Für das Spiel gegen Holstein Kiel dürfte er allerdings noch keine Alternative für die erste Elf sein. Als wahrscheinlicher gilt hier, dass Dotchev im Vergleich zur Vorwoche keine Veränderungen vornehmen wird.

Gelingt Kiel die nächste Überraschung?

In einer ähnlich komfortablen Situation befindet sich Dotchevs Gegenüber Karsten Neitzel. Auch er dürfte seiner Startformation aus dem 1:0 über den Halleschen FC weiter vertrauen. Nicht zur Verfügung stehen Neitzel die Langzeitverletzten Hebler, Okada, Akdogan und Lindner. Die Störche werden am Samstag mit viel Selbstvertrauen nach Münster reisen. Der Saisonstart hätte mit zwei Siegen und zwei Remis nicht viel besser verlaufen können. Von daher könnten sich die Preußen als der richtige Gegner zum richtigen Zeitpunkt erweisen. Die Münsteraner sind zwar der erste echte „große“ Rivale in der noch jungen Spielzeit, befinden sich aber selbst bei weitem noch nicht in ihrer besten Verfassung.

Die nächste Überraschung erscheint insofern alles andere als unmöglich. Abhängig davon wird aber nicht nur die eigene Leistung, sondern vor allem auch die des SCP sein. Kommt die Dotchev-Elf einmal ins Rollen, ist sie nur schwer zu stoppen, neun Tore aus vier Spielen (Bestwert in Liga 3) sprechen eine eindeutige Sprache.

FOTO: Marcel Junghanns [Klettermaxe Photographie | Fototifosi]

 

   

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