"Kein Schlüsselspiel": Luginger bleibt trotz Abstiegsgefahr gelassen

Wenn am Samstag der FC Erzgebirge Aue auf den 1. FC Saarbrücken trifft, ist es die Partie des Tabellen-17. gegen den 16. der Rangliste. Beide Teams trennt ein Punkt, dennoch ist es für Saarbrückens Cheftrainer Jürgen Luginger "kein Schlüsselspiel", wie er im Mediengespräch vor der Partie klarstellte.

"Es wird um jeden Zentimeter gekämpft"

Wenn am Samstag in Aue der Schlusspfiff ertönt, könnte die Saison des 1. FC Saarbrücken einen neuen Tiefpunkt erreichen. Bei einer Niederlage im Erzgebirge würden die Saarländer erstmals auf einen Abstiegsplatz abrutschen. Davon will sich Cheftrainer Jürgen Luginger jedoch nicht leiten lassen: "Es ist kein Schlüsselspiel. Es wird bis zum letzten Spieltag gehen." Entsprechend hätte auch ein Sieg aus seiner Sicht keine weitreichenden Auswirkungen auf die Gesamtkonstellation: "Wirklich viel mehr Luft bekäme man nicht." Dennoch wäre ein Erfolg wichtig: "Es wäre mal ein positives Erlebnis – und darauf warten wir schon sehr lange." Seit mittlerweile 15 Partien ist der FCS sieglos.

Noch schwieriger geworden ist die Aufgabe durch den Trainerwechsel beim Gegner. Mit Christoph Dabrowski feiert in Aue ein neuer Coach seinen Einstand. "Beim Gegner wird sich jeder noch einmal mehr zeigen wollen, gerade Spieler, die zuletzt hintendran waren. Es wird um jeden Zentimeter gekämpft – darauf müssen wir uns einstellen", prognostizierte Luginger. Einen komplett anderen Spielstil der Veilchen erwartet der 58-Jährige allerdings nicht: "Die Assistenztrainer von Jens Härtel sind noch da, deshalb glaube ich nicht, dass sich die Ausrichtung groß verändern wird." Dennoch bleibe eine gewisse Ungewissheit, die den Fokus auf den eigenen Auftritt verstärke. Kleine Anpassungen schließt Luginger nicht aus: Entscheidend werde am Ende vor allem eines sein: "Wir müssen den Ball einfach mal ins Tor schießen."

"Habe den Glauben, dass wir es schaffen können"

Die Trainingswoche des Teams beschrieb Luginger als "motiviert und engagiert". Nun gelte es, diese Eindrücke auch auf den Platz zu bringen. Lasse Wilhelm versuchte derweil, die Situation nicht zu überhöhen: "Ich versuche, klar im Kopf zu bleiben. Ich habe den Glauben, dass wir es schaffen können." Wichtig sei, trotz der schwierigen Lage positiv zu bleiben: "Man kann aus jeder Situation etwas lernen und etwas mitnehmen." Zusätzlichen Druck aufzubauen, helfe nicht weiter, "das bringt auch nichts."

In Aue setzt der FCS erneut auf die Unterstützung seiner Fans. Dass diese zuletzt verärgert reagierten, kann Wilhelm nachvollziehen. "Wir nehmen das mit – aber positiv – und versuchen, das in Energie umzuwandeln", sagte der Innenverteidiger. Personell muss Luginger weiterhin auf Maurice Multhaupt (Bandscheibenvorfall), Sven Sonnenberg (Sprunggelenksverletzung), Jonas Nickisch (Muskelfaserriss) und Amine Naifi (nach Kreuzbandriss) verzichten. Zudem fällt Niko Bretschneider krankheitsbedingt aus. Manuel Zeitz (nach Zerrung) und Kai Brünker (nach Bänderdehnung) absolvierten zuletzt wieder lockere Einheiten. Für Zeitz kommt ein Einsatz jedoch noch zu früh, bei Brünker soll die Entscheidung kurzfristig am Freitag fallen.

   

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