"Kein Kaffeekränzchen machen": Aue will Derby als Chance nutzen

Ostderby in Aue! Am Sonntag (16:30 Uhr) empfangen die Veilchen den FC Energie Cottbus. Aufgrund der Tabellensituation wird das Duell laut Christoph Dabrowski eine Partie, in der niemand etwas von Aue erwartet – außer Kampf, Leidenschaft und Haltung. Und darin liegt die große Chance in den Augen des Trainers.

"Dann ist in der 3. Liga alles möglich"

Personell muss sich Christoph Dabrowski vor dem Derby gegen Cottbus keine allzu großen Sorgen machen. Eric Uhlmann fehlt gelbgesperrt, dazu ist Erik Majetschak (Sprunggelenksverletzung) noch raus. Abwehrchef Ryan Malone wird hingegen zurückkehren, wie der Coach der Veilchen schon einblicken ließ. Darüber hinaus steht natürlich der Derbycharakter der Partie im Vordergrund. "Wir wollen kein Kaffeekränzchen daraus machen", so Dabrowski. Die Fans anzünden, das Stadion entfachen, den Heimsieg erspielen – im Aufeinandertreffen mit Cottbus sah der 47-Jährige viele Möglichkeiten, um das Selbstbewusstsein in Aue zu stärken.

"Von entscheidender Bedeutung wird sein, dass jeder ans Limit geht und sich am Maximum bewegt. Vielleicht sogar ein Stück darüber hinaus. Dann ist in der 3. Liga alles möglich – und im Erzgebirge sowieso", fand Dabrowski. Stabiler trat Aue in den letzten Partien durchaus auf, doch dem Cheftrainer fehlten noch die längeren Phasen mit diesem Selbstverständnis. Gegen Cottbus wird wieder gelten, dass die Veilchen möglichst viel davon ausstrahlen. Und gleichzeitig die Stärken der Lausitzer zu unterbinden: "Uns ist auch bekannt, dass ein Engelhardt oder ein Cigerci eine hohe Scorerquote haben."

"14 Spiele, um das große Ziel zu erreichen"

Den Gegner als Kollektiv bezwingen, die Offensivkraft als Verbund auflösen. Das werden Ziele der Veilchen im Derby sein. "Es geht darum, dass sich jeder Spieler von der Intensität her, von der Laufbereitschaft her, und von der Aggressivität her einfach auf einem hohen Level bewegt. Dann sind wir in der Lage, auch jede Einzelaktion zu unterbinden", so Dabrowski. Dass nun Aufstiegsanwärter auf Abstiegskandidat trifft, dürfe im Derby keine Rolle spielen. Und sowieso nicht in den Köpfen der Veilchen.

"Wir haben 14 Spiele, um das große Ziel zu erreichen", erinnerte Dabrowski daran, dass das Ostderby alleine nicht entscheidend für den Ausgang der Saison sein wird. Aber es kann als Auslöser dienen. "Es ist wichtig, eine Haltung zu zeigen", fand der Cheftrainer. "Natürlich ist die Tabellenkonstellation so, dass uns wenige Leute zutrauen, dieses Spiel zu gewinnen. Aber darin liegt auch eine große Chance, um mit einem Spiel eine positive Richtung vorzugeben." In erster Linie würde ein Sieg helfen, um den Anschluss ans rettende Ufer wieder herzustellen. Derzeit steht Aue schon drei Punkte hinter Platz 16, weshalb ein Erfolgserlebnis umso bedeutender werden könnte.

   

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