Karlsruher SC: Heiter weiter oder lost in frost?

Bereits am Freitagabend geht das Projekt Wiederaufstieg für den Karlsruher SC weiter. Zum Auftakt des 27. Spieltags muss der KSC auswärts bei den Sportfreunden Lotte ran – bei besonderen Bedingungen.

Arktische Temperaturen zu erwarten

Wie im ganzen Land bewegen sich auch die Temperaturen in Nordrhein-Westfalen im zweistelligen Minusbereich. Für Freitag sind im westfälischen Lotte bis zu minus zehn Grad vorhergesagt. Alles andere als normale Bedingungen also, die die Karlsruher dort erwarten werden. In Lotte zeigte man sich aber schon beim letzten Heimspiel gegen Osnabrück sehr einfallsreich, um die Partie über die Bühne zu bringen. Da der Platz an den Außenlinien stark vereist war, wurde das Spielfeld kurzerhand einfach um einige Meter verkürzt, sodass keine erhöhte Verletzungsgefahr für die Spieler bestand.

Wie das Spiel letztlich stattfindet, dürfte Cheftrainer Alois Schwartz in der Vorbereitung aber weniger interessieren. Das zeigte er auch in der Einschätzung des kommenden Gegners: "Lotte ist eine Mannschaft, die viel Kampfgeist und Leidenschaft auf den Platz bringt. Vor allem müssen wir auf das schnelle Umschaltspiel aufpassen." Aufgrund der erneut anstehenden englischen Woche, schon am Mittwoch spielt der KSC zu Hause gegen Großaspach, kann es zu Änderungen in der Aufstellung kommen: "Es kann, was die Startformation angeht, sicher etwas passieren. Es gibt mehrere Möglichkeiten. Vor allem auf den vorderen Bereich, wo mehr Laufarbeit herrscht, müssen wir unser Augenmerk richten", gab Schwartz zu verstehen, dass es die eine oder andere Änderung geben könnte. Fraglich ist in dieser Hinsicht noch Dominik Stroh-Engel, der an einer Stauchung am Sprunggelenk laboriert. Daniel Gordon, der im letzten Spiel gegen Chemnitz vorsichtshalber frühzeitig vom Platz genommen wurde, hat hingegen keine Probleme mehr und wird in Lotte auflaufen können.

Kampf und Konzentration wieder einmal gefragt – Platz drei winkt

Wie in den vergangenen Spielen wird der KSC wieder an die Leistungen der letzten Wochen anknüpfen müssen und die Grundtugenden auf den Platz bringen. "Vor allem bei einem Freitagabendspiel sind Konzentration und eine gute kämpferische Leistung notwendig, um erfolgreich zu sein. Wir werden es zielstrebig angehen und dann auch dort erfolgreich sein", gab Innenverteidiger Martin Stoll die Marschroute für die Partie vor.

Immerhin würde bei einem Sieg in Lotte zumindest für eine Nacht Platz drei winken, da der derzeitige Drittplatzierte SV Wehen Wiesbaden erst am Samstag in Chemnitz antritt und dementsprechend nachlegen müsste. Zumindest psychologisch ein kleiner Vorteil für den KSC und ein Grund, weshalb die Motivation bei den Karlsruher Akteuren auf der langen Hinfahrt nach Lotte noch einmal größer sein dürfte. Die Rückfahrt würde mit dem (vorläufigen) dritten Platz im Gepäck dann sicher deutlich entspannter zugehen.

   
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