Karlsruher SC: 3:1-Derbysieg gegen VfB II – Neunter Sieg in Folge

13.113 Zuschauer erlebten gestern ein wahres Spektakel im Karlsruher Wildparkstadion: Mit 3:1 konnte sich der KSC am Ende gegen die Amateure des VfB Stuttgarts durchsetzen und überwintert nun nach neun Siegen in Folge auf dem zweiten Tabellenplatz. Dabei erzielten die Tore  für den Karlsruher SC der mit zehn Toren beste KSC-Torschütze Van der Biezen (3.) sowie Dominic Peitz (50.) und Danny Blum (93.), die jeweils ihr erstes Saisontor bejubeln konnten. Auf Seiten der Stuttgarter konnte der 30-jährige Kapitän Tobias Rathgeb per Foulelfmeter zum zwischenzeitlichen 1:1 einnetzen (10.).

KSC zeigt gleich zu Beginn wer der Herr im Haus ist

Nur drei Spielminuten dauerte es, ehe der Schiedsrichter Cristian Dietz wieder auf den Anspielpunkt zeigen musste. Grund dafür war ein schöner Pass des gerade zurückgekehrten Patrick Dulleck. Dulleck spielte den Ball auf den im Sturm wartenden Koen Van der Biezen, der eiskalt alleine vor dem Stuttgarter Torhüter vollstreckte (3.). Danach brachte sich der KSC selbst in Schwierigkeiten. Philipp Klingmann foulte völlig unnötig den VfBler Vitzthum im Strafraum, woraufhin der Schiedsrichter keine andere Wahl hatte als auf Elfmeter zu entscheiden. Tobias Rathgeb vollstreckte souverän in die linke untere Ecke (10.). Die Badener zeigten sich dann aber keineswegs aus der Bahn geworfen und machten weiterhin Druck auf den Stuttgarter Strafraum. Nach zwei Torchancen des 18-jährigen Hakan Calhanoglu, der jeweils nur knapp nach einer Hereingabe Dullecks verzog (20./23.), traf auch Van der Biezen nach einem starken Kopfball nicht (34.). In der 44. Spielminute kam es dann ganz hart für den VfB: Der zuvor schon verwarnte Lukas Kiefer sah nach einem Foul am Karlsruher Linksverteidiger Dennis Kempe Gelb-Rot und musste sich somit die Schmährufe des KSC-Anhanges gefallen lassen.

Badener machen Sack zunächst nicht zu

In der zweiten Halbzeit mussten sich die Stuttgarter Fans dann ein Daueranrennen der Badener gegen ihren VfB ansehen. Bereits nach fünf Minuten rapellte es im Gehäuse der Schwaben. Der fast zwei Meter große Dominic Peitz köpfte nach einem scharf herein geschossenen Freistoß des baldigen Hamburgers Calhanoglu zum 2:1 ein (50.). Vier Minuten später hätte Van der Biezen wiederum nach einem Pass des Mittelfeldakteurs Calhanoglu  fast per Hackentrick das 3:1 erzielt. Das Spielgerät klatschte dann aber doch an den rechten Pfosten und auch im Nachschuss konnte Klingmann den Ball nicht verwandeln (54.). Kurz danach hätte es eigentlich Handelfmeter für die Karlsruher geben müssen, aber der heute insgesamt schwache Schiedsrichter entschied nur auf Weiterspielen (62.). Erst nach weiteren Chancen des KSC konnte der VfB dann auch mal in der 75. Spielminute eine Chance verbuchen. Nach Fehler des U18-Nationalspielers Kevin Akpoguma lief der Schwabe Lohkemper auf das Badener-Tor zu, verstolperte den Ball aber dann doch in letzter Sekunde. Danach hatten die Badener noch zahlreiche Torchancen, die aber nicht zum Torerfolg führten. Erst in der dritten Minute der Nachspielzeit konnte der Karlsruher Danny Blum den Sack zu machen. Dieser schoss den Ball mit voller Kraft in das Tor der Landeshauptstädter (93.).

Längste Siegesserie seit 26 Jahren – Drittligarekord egalisiert

Der KSC kann nun durch den Dreipunkteerfolg auf einem direkten Aufstiegsplatz hinter dem erstplatzierten Osnabrück überwintern, wogegen sich die Schwaben trotz der Niederlage über einen einstelligen Tabellenplatz freuen können. Außerdem konnte der Karlsruher SC den Drittligarekord des 1.FC Saarbrücken aus der Saison 2010/2011 mit ebenfalls neun Siegen in Folge egalisieren und die längste Siegesserie seit 26 Jahren feiern. Am Dienstagabend könnte sich der Aufstiegsfavorit zusätzlich krönen, falls man dann auch im DFB-Pokal einen Sieg gegen den Sport-Club aus Freiburg feiern könnte.

Stimmen der Trainer

Kauczinski (Karlsruher SC):  „Wir haben es geschafft, die Serie auszubauen. Insgesamt haben wir mehr für das Spiel getan, das umkämpft war bis zum Schluss. Trotz einigen gut heraus gespielten Chancen haben wir es verpasst, für klare Verhältnisse zu sorgen. Am Ende aber haben wir verdient gewonnen, weil wir das Heft in die Hand genommen haben. Jetzt freuen wir uns als Zweiter in die Winterpause gehen zu können, zu verschnaufen und uns vorzubereiten auf das Pokalspiel gegen Freiburg.“

Jürgen Kramny (VfB Stuttgart II):  „Das Gegentor haben wir gut überstanden und den Ausgleich berechtigt erzielt. Der KSC war druckvoller gewesen, große Chancen meiner Mannschaft blieben aus. Die Gelb-Rote Karte war leider eine unglückliche Entscheidung für uns. Die erste Gelbe gab es für das Wegspielen des Balles, die zweite war meiner Meinung nach kein Foul und somit auch keine Gelb-Rote Karte wert. Ich habe die kleinste Mannschaft auf dem Feld gehabt, was kein Vorteil für uns war. Unter dem Strich aber gestehe ich einen verdienten Sieg den KSC zu.“

Zuschauer: 13.113 (davon ca. 200 Stuttgarter)

Aufstellungen
Karlsruher SC: Orlishausen – Klingmann – Gordon – Mauersberger (46. Akpoguma) – Kempe – Peitz -Varnhagen – Calhanoglu – Alibaz (72. Blum) – Dulleck (74. Brandstetter) – van der Biezen

VfB Stuttgart II: Weis – Enderle (80. Gümüs) – Geyer – Vecchione – Vitzthum – Khedira – Rathgeb – Yalcin (85. Karatas) – Stöger – Hemlein (66. Lohkemper) – Kiefer

Tore: 1:0 van der Biezen (3.);1:1 Rathgeb (10./Foul-Elfmeter); 2:1 Peitz (50.); 3:1 Blum (93.)

Schiedsrichter: Christian Dietz

Gelbe Karten: Klingmann, van der Biezen, Orlishausen (Karlsruher SC); Stöger, Enderle, Vecchione (VfB Stuttgart II )

Gelb-Rote Karten: Kiefer (VFB Stuttgart II )

FOTO: FU Sportfotografie

   

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