"Kannst schreien, wie du willst": Lage in Frankfurt spitzt sich zu

Trainerwechsel sorgen bei kriselnden Vereinen nicht selten für einen Aufschwung in Form von Siegen. Nicht so beim FSV Frankfurt. Unter Vrabec-Nachfolger Gino Lettieri hält die Negativserie weiter an und hat sich nach der Last-Minute-Niederlage in Münster sogar noch zugespitzt.

Trotz Führung zu passiv

Nach sechs Niederlagen aus den letzten sieben Spielen ist der Zweitliga-Absteiger unter den Strich gerutscht und hat bereits drei Punkte Rückstand auf das rettende Ufer. Dabei hatte die Partie in Münster doch denkbar gut begonnen: Schon nach drei Minuten traf Kader zum 1:0, der Weg für den ersten Sieg seit Dezember war geebnet. Doch statt auf das 2:0 zu spielen, zog sich der FSV zurück und war viel zu passiv. "Das habe ich nicht verstanden, aber in dieser Situation kannst du schreien, wie du willst", schimpfte Gino Lettieri auf der Pressekonferenz nach Abpfiff. Zwar fanden die Hessen nach dem Ausgleich der Preußen nochmal besser rein, doch in der zweiten Halbzeit "hatten wir weder ordentlichen Ballbesitz, noch richtige Chancen", musste Kapitän Patrick Ochs zugeben. Den Knock-Out in letzter Minute umschrieb der 32-Jährige so: "Im Moment ist das Glück einfach nicht auf unserer Seite."

Kein Licht am Ende des Tunnels

Noch in der Hinrunde war es der FSV Frankfurt, der mit einem 4:1-Sieg gegen Münster die Wende einleitete und anschließend drei weitere Siege in Folge – darunter ein 6:0 gegen Fortuna Köln – feierte. Ein halbes Jahr später sieht die Realität anders aus, es droht der direkte Durchmarsch in die Regionalliga. Licht am Ende des Tunnels ist mit Blick auf die kommenden Aufgaben nicht zu erkennen. Am kommenden Samstag müssen die Hessen beim VfR Aalen ran, die ohne den Neun-Punkte-Abzug Dritter wären, danach kommt mit den Sportfreunden Lotte ein weiteres Top-Team an den Bornheimer Hang. Verliert der FSV Frankfurt auch diese Spiele, rückt der Klassenerhalt wohl schon in weite Ferne.

   
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