MSV-Sorgen: "Kann sein, dass wir den Kader nicht voll bekommen"
Auf die Niederlage in Düsseldorf folgte beim MSV Duisburg ein 2:1-Sieg gegen den TSV Havelse. Nun wird Cheftrainer Dietmar Hirsch schauen müssen, welches Personal ihm für das Auswärtsspiel beim SV Wehen Wiesbaden (Sonntag, 19:30 Uhr) zur Verfügung steht, denn mitten in der Englischen Woche erlitten die Zebras ein paar Blessuren.
Drei Spieler fehlen definitiv
Es war die vielleicht unglücklichste Szene der bisherigen Saison, als Dennis Duah am Dienstagabend eine Hereingabe der Duisburger klären wollte. Denn dabei rutschte ihm der Ball über den Schlappen ins eigene Tor ab. MSV-Coach Dietmar Hirsch tröstete den Innenverteidiger aus Havelse nach Abpfiff – und konzentriert sich jetzt schon wieder auf die nächste Aufgabe. Am Sonntagabend geht es gegen den SV Wehen Wiesbaden auf den Platz. "Der Sieg gegen Fortuna Köln kann ein Brustlöser sein, aber das kann ich noch nicht ganz genau einschätzen. Ob es ein Vor- oder Nachteil für uns ist, weiß ich nicht", blickte der 54-Jährige auf den 2:0-Sieg der Hessen in der Mitte der Englischen Woche. Ein besonderes Ergebnis, war es doch das erste Spiel nach der Entlassung von Daniel Scherning.
"Vielleicht bringen sie jetzt frische Beine herein, und zumindest müssen sie einen Spieler mit Gelb-Rot-Sperre ersetzen. Wir nehmen das so, wie es ist", kündigte Hirsch an, dass er sich von der neuen Ausgangslage in Wiesbaden nicht beirren lässt. "Wir gucken immer auch auf den Gegner, aber in diesem Fall ein bisschen mehr auf uns." Und da muss der MSV-Coach erst einmal die eigene Personallage überblicken. Neben Jan-Simon Symalla (Leistenverletzung), Lex Tyger Lobinger (Rotsperre) und Joshua Bitter (Bänderverletzung) drohen weitere Ausfälle.
Noch mehrere Fragezeichen
"Bei allen möchte ich noch keine Wasserstandsmeldung abgeben. Zwei, drei, vier angeschlagene Spieler haben reduziert trainiert, weshalb ich noch nicht viel dazu sagen kann und will. Es kann aber sein, dass wir den Kader nicht voll bekommen – und trotzdem werden wir eine gute Mannschaft aufstellen", verriet Hirsch in der Spieltags-Pressekonferenz. Eines der Fragezeichen steht hinter Christian Viet, der sich zuletzt von einer Gehirnerschütterung erholte. Bei ihm stellte der MSV-Coach klar, dass er nur zum Einsatz kommen soll, wenn er zu 100 Prozent fit ist – schließlich soll bei Kopfverletzungen kein Risiko eingegangen werden. Und zudem war sich der Trainer sicher: "Die personelle Lage wird sich nach der Länderspielpause komplett entspannen, wenn nichts mehr passiert."
Trotzdem ist Duisburg erst einmal in Wiesbaden gefordert. Hirsch wird wieder Wucht und Mut im Spiel nach vorne sehen wollen. Dann kann der MSV, wie so oft in der Vergangenheit, Spiele auch spät entscheiden. "Verteidigen kann jeder. Du musst den Gegner mürbe machen, ihn bespielen und die Lücken größer werden lassen", so der Coach der Zebras. "Es ist selten so, dass Spiele schon zur Halbzeit entschieden sind." Entsprechend war Hirsch fest von der Qualität seines Kaders, trotz etwaiger Lücken auf der Ersatzbank, überzeugt. "Und keine Sorge. Fünf Auswechselspieler werden wir schon noch haben." Und diese sollen dann daran mitwirken, dass der MSV auch als Tabellenführer in die Länderspielpause geht. 1.500 Fans werden die Zebras begleiten.