"Bin selbst gespannt": Giannikis hält Personalsituation offen
Zehn Punkte aus sechs Spielen, aber noch kein Sieg in der Englischen Woche. Beim 1. FC Saarbrücken entwickelt sich die Stimmung konträr zu den Ergebnissen, denn die Entwicklung der Mannschaft unter Cheftrainer Argirios Giannikis weiß zu gefallen. So stimmte auch Kapitän Florian Pick vor der Partie gegen Sonnenhof Großaspach (Samstag, 16:30 Uhr) zu, dass der Fußball des FCS momentan vor allem eines macht, nämlich Spaß!
"Ich bin kein Fan von Glück oder Pech"
0:1 gegen Ingolstadt, dann 3:3 in Münster. Die Ergebnisse in der Englischen Woche haben den FCS nach einem sensationellen Start augenscheinlich zurückgeworfen. Doch das Innenleben der Saaländer sieht ander aus. "Klar fühlt sich das so an, dass das zu wenig Punkte sind für das, was wir gespielt haben", räumte Kapitän Florian Pick zum Ende der Englischen Woche in der Spieltags-Pressekonferenz ein. Aber der 31-Jährige betonte auch: "Man hat gesehen, dass wir uns schon den Arsch aufreißen können und da gilt es halt einfach weiter dran zu bleiben. Es macht einfach Spaß und ich glaube, jeder aus der Mannschaft hat Spaß an dem Fußball, den wir spielen."
Entsprechend konnte der Flügelstürmer über die Punktverteilung der letzten Partie hinwegsehen. "Ich bin kein Fan von Glück oder Pech, weil ich glaube, dass man sich das über die Saison hinweg erarbeiten kann. Das ist für mich Einstellungssache, eine Arbeitsmoral, dass du jedes Spiel an dein Maximum kommen willst", erläuterte Pick. "Das führt dazu, dass irgendwann auch der Ball vom Gegner in einem engen Spiel nicht reingeht und du die drei Punkte bei dir behältst." So schreitet die Entwicklung der Saarländer weiter voran, was angesichts von 17 Treffern bereits zur stärksten Offensive der Liga geführt hat – viele Tore erfreuen sicherlich auch die Fans. Nun geht es im Heimspiel gegen Großaspach weiter.
Personaldecke noch völlig offen
"Das ist eine Mannschaft, die Fußball spielt, und die im Pokal dafür gesorgt hat, dass ein höherklassiger Verein rausfliegt", blickte Cheftrainer Argirios Giannikis auf den kommenden Gegner, der als Aufsteiger die Arminia aus Bielefeld aus dem DFB-Pokal beförderte. "Dazu verteidigen sie sehr kompakt und bekommen wenige Gegentore. Dementsprechend sind wir gewarnt, dass hier ein Gegner kommt, der beides kann, und wir wieder ans Leistungsoptimum gehen müssen." Welches Personal zum Ende der intensiven Woche für die Aufgabe zur Verfügung steht, wusste Giannikis zum Zeitpunkt der Medienrunde selbst noch nicht. Nur der Ausfall von Abdenego Nankishi (Syndesmosebandriss) dürfte gewiss sein.
"Wir werden tatsächlich erst gleich sehen, wie es aussieht", gab der FCS-Coach darüber hinaus an. "Wir haben sehr viele Spieler mit Blessuren aus dem letzten Spiel. Sie haben viele Tritte abbekommen, viele Blutergüsse erlitten." Eine Trainingseinheit sowie eine Videoanalyse standen noch an, bevor sich Giannikis mit der Physioabteilung treffen wird. "Und dann bin ich selbst gespannt, nachher auf dem Platz zu sehen, wer wie aus dem Spiel herausgekommen ist. Und natürlich werden wir unsere Optionen nutzen, wenn wir das Gefühl haben, dass Frische reinkommen kann." Im Ludwigsparkstadion soll noch vor der Länderspielpause der zweite Heimsieg gelingen.