"Kann es nicht akzeptieren": Aachen-Ärger über Pokaltermin

Wie im Vorjahr muss Alemannia Aachen im Landespokal bei Fortuna Köln antreten (Donnerstag, 19 Uhr) und weiß um die Schwere der Aufgabe. Mersad Selimbegovic äußert zuvor sein Unverständnis über den Spieltermin, kündigt Rotationen an und will in jedem Fall in die nächste Runde einziehen.

Spannendes Vorjahresduell

Es war eine enge Kiste, die sich in der vergangenen Saison im Halbfinale des Mittelrheinpokals im Kölner Südstadion abspielte. Erst in der Verlängerung gelang Alemannia Aachen durch Charlison Benschop der entscheidende Treffer zum 1:0-Erfolg (98.), der Regionalligist aus Köln spielte da bereits seit fast einer Stunde und nach einer roten Karte gegen Jan-Luca Rumpf (40.) in Überzahl und verschoss gar noch einen Elfmeter. Ganz so spannend soll es nun am Donnerstagabend im Viertelfinale nicht zugehen – zumindest nicht, wenn es nach den Alemannen geht.

Die, beziehungsweise ihr Trainer Mersad Selimbegovic, sind mit der Ansetzung nämlich sowieso schon nicht zufrieden und können auf jegliche zusätzliche Belastung gut verzichten. "Ich kann es nicht ganz nachvollziehen und akzeptieren, dass wir dort erst am Donnerstagabend spielen. Angesichts dessen, dass wir Sonntag schon wieder in der Liga spielen", so Selimbegovic, der mit seiner Mannschaft in der 3. Liga anschließend auswärts beim SV Waldhof Mannheim antreten muss. Entsprechend kündigte der 43-Jährige bereits im Vorfeld einige Umstellungen an und sprach Ersatzkeeper Manuel Riemann eine Einsatzgarantie aus.

Vertrauen auf die zweite Reihe

Der Halbfinaleinzug soll dennoch gelingen. "Die Leistungsdichte im Kader ist gut genug", ist sich Selimbegovic sicher und hält die Rotation auch auch für eine Möglichkeit, die Motivation im Team hochzuhalten: "Ich sehe das für den einen oder anderen auch als Belohnung und die Chance sich zu zeigen und dann am Sonntag vielleicht auch mehr zu spielen." Dabei weiß der Aachener Coach durchaus darum, wie gut der Tabellenführer der Regionalliga West derzeit unterwegs ist. "Sie sind sehr gefährlich und effektiv vorne und machen fast alles rein, wenn sie im Sechzehner eine Chance kriegen. Es ist aber auch eine Mannschaft, die leidenschaftlich verteidigt und jeder anderen Mannschaft das Leben schwermachen kann."

Letztlich würden die Kölner seiner Truppe "alles abverlangen", glaubt Selimbegovic, und will doch letztlich mit dem Halbfinaleinzug in der Tasche die Heimreise antreten. "Ich weiß was die können. Ich weiß aber auch, was sie nicht können. Und das werden wir versuchen auszunutzen", so der Aachener Coach.

   

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