Kampf angenommen: Saarbrücken meldet sich zurück

Wer angenommen hatte, der 1. FC Saarbrücken hätte sich im Abstiegskampf aufgegeben, wurde gestern Abend eines besseren belehrt. Mit dem 2:0-Sieg gegen Hansa Rostock meldete sich der FCS nach zuletzt punktlosen Spielen zurück und nährte die Hoffnung auf den Klassenerhalt. Dabei zeigten sich die Gastgeber in der ersten Halbzeit gegen stärker erwartete Rostocker überraschend dominant. Zwar erspielte sich Hansa, die wie gewohnt mit zahlreicher Unterstützung angereist waren, die ein oder andere Möglichkeit, war vor dem Tor jedoch nicht zwingend genug. Saarbrücken dagegen kam mit mehr Zweikampfstärke und läuferischem Einsatz zunächst zu einem Übergewicht. Dank mit Patrick Schmidt und Marcel Ziemer zweier nomineller Stürmer konnte dies zu zwei Toren genutzt werden. Dabei setzten die Blau-Schwarzen nicht nur die Vorgaben ihres Trainers Fuat Kilic um, sondern ließen auch die spielerische Komponente nicht vermissen. Während das frühe Führungstor durch den Startelfdebütanten Schmidt noch im Durcheinander vor dem Rostocker Tor gefallen war, trug der FCS beim 2:0 einen schulbuchmäßigen Konter mit schönem Passspiel vor.

Hansa erhöhte den Druck

In der Folge und besonders in der zweiten Halbzeit verlegte sich der FCS vermehrt auf Konter. Der FCH baute zwar größeren Druck auf, indem z. B. der läuferische Einsatz noch erhöht wurde und kam auch durch Kombinationsfußball in den Strafraum. Doch Gefahr entstand dank der in weiten Teilen sicheren Defensive des FCS nur selten. Neben den Kontern setzten die Saarländer zudem auch in der zweiten Hälfte durch frühes Stören immer wieder Akzente und störten Rostocks Abwehr und Mittelfeld im Spielaufbau. Neben den für den Abstiegskampf wichtigen Tugenden und einer konsequenten Chancenverwertung kam dem FCS auch eine gute Schiedsrichterleistung zugute. In der Vorwoche etwa noch durch ein Abseitstor zurückgeworfen, gewann die Mannschaft mit der erfolgreichen Umsetzung ihres Spiels an Sicherheit. Mit einem überzeugenden Auftritt lief sie zu keinem Zeitpunkt Gefahr, zu verlieren und war dank hohen Einsatzes auf Augenhöhe mit einer keineswegs schlechten Rostocker Mannschaft. Nach den letzten Rückschlägen konnte der FCS sein Potential endlich wieder in Punkte umsetzen – vielleicht gerade rechtzeitig, um den Klassenerhalt noch zu erreichen. Aufgrund des direkten Duells zwischen Holstein Kiel und dem VfB Stuttgart II konnte der Abstand nach oben verkürzt werden. Mit einer erneut guten Leistung im nächsten Spiel gegen Duisburg kann dann der unmittelbare Anschluss an Platz 17 wieder hergestellt und der Klassenerhalt tatsächlich greifbar werden.

FOTO: Dieter Schmoll

   

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