Kaiserslautern will nachlegen: "Müssen sehr offensiv spielen"

Mit dem 3:1-Erfolg gegen den Halleschen FC hat der 1. FC Kaiserslautern am Samstag ein Lebenszeichen gesendet, im Nachholspiel gegen den FSV Zwickau (Mittwoch, 17 Uhr) soll nun der nächste Sieg her.

Grundformation "nicht so entscheidend"

Die Hoffnung bei den Roten Teufeln ist nach dem Erfolg am Wochenende zurück – vor allem die Art und Weise, wie der FCK in Unterzahl noch zwei Tore erzielte und damit als Sieger vom Platz ging, war durchaus beeindruckend. Durch den erst zweiten Heimsieg in dieser Saison ist der Rückstand auf das rettende Ufer von sieben auf vier Zähler geschrumpft, am Mittwochabend könnte den Roten Teufel nur noch ein Punkt fehlen – wenn auch das Nachholspiel gegen Zwickau, das vor zweieinhalb Wochen aufgrund starker Regenfälle abgesagt worden war, gewonnen wird. "Wir werden in der Spielvorbereitung nicht viel ändern", kündigte Trainer Marco Antwerpen auf der Pressekonferenz am Dienstag an, nachdem sein Plan gegen den HFC aufgegangen war. Auch an der Grundordnung, einem 4-3-1, wird der FCK-Coach wohl festhalten – wenngleich die Formation für den 49-Jährigen "nicht so entscheidend" sei. "Wichtig ist, dass wir in die Tiefe spielen und Tore schießen. Dazu müssen wir sehr offensiv spielen, aber auch defensiv gut verteidigen."

Duo ist gesperrt

Zwei Änderungen in der Startelf wird Antwerpen aber in jedem Fall vornehmen müssen, da Kevin Kraus (fünfte gelbe Karte) und Kenny Prince Redondo (Gelb-Rot) gesperrt sind. Für Kraus stehen mit Alexander Winkler und Adam Hlousek zwei Alternativen für das Abwehrzentrum zur Verfügung. "Wir denken über beide nach, haben aber noch keine Entscheidung getroffen", so Antwerpen. Die Redondo-Position auf Linksaußen könnten Marlon Ritter oder Simon Skarlatidis einnehmen. "Es kann nicht schaden, zwei frische Spieler auf dem Platz zu haben, die für die anderen mitlaufen", konnte Antwerpen den Umstellungen auch etwas Positives abgewinnen. Weiterhin keine Option sind Hikmet Ciftci (Muskelbündelriss), Marius Kleinsorge (Leistenprobleme), Carlo Sickinger (Muskelbündelriss), Dominik Schad (Wadenbeinbruch) und Lukas Gottwalt (Verrenkungsbruch des Sprunggelenks).

"Leistung macht Hoffnung"

Sollte der FCK das Nachholspiel gewinnen, hätten die Roten Teufel erstmals in dieser Saison zwei Partien in Folge gewonnen. "Wir wollen genauso fokussiert und konzentriert und mit der gleichen Intensität in das Spiel gehen, wie am Samstag gegen Halle. Die Leistung macht Hoffnung, dass das gelingt." Dazu habe der FCK in den vergangenen Tagen "viel regeneriert", damit die Spieler frisch seien. Der FSV Zwickau reist derweil mit einer Niederlage (0:1 in Mannheim) an, punktete davor aber konstant und belegt mit 18 Punkten aus zehn Spielen den sechsten Platz der Rückrundentabelle. Zum Vergleich: Der FCK ist in dieser Statistik Drittletzter und hat nur halb so viele Zähler geholt. Am Mittwochabend soll diese Bilanz aufgebessert werden. Im Erfolgsfall könnte Kaiserslautern schon am kommenden Wochenende, wenn es nach Lübeck geht, die Abstiegsplätze verlassen. Eine Entwicklung, die bis vor dem Spiel gegen Halle nicht abzusehen war. Doch nun ist der Glaube an die Rettung wieder da.

   
  • Tobi

    So ist das wohl, leider. Unser HFC ist kein Gradmesser, die sind derzeit auf Abschiedstour und Punktelieferant bzw. Aufbaugegner für jedermann. Zwickau ist da ne ganz andere Hausnummer. Deren Spieler haben den Ernst der Lage lange erkannt und reissen sich den Arsch auf für ihren Verein. Das unterscheidet Zwigge grundsätzlich vom Großteil der Spieler in Halle und deshalb bin ich mir ziemlich sicher, dass sie Kaiserslautern morgen besiegen werden.

  • ironimus

    Der FCK m u s s nachlegen. Nur wenn er morgen gegen Zwickau und am Wochenende in Lübeck punktet war der Sieg gegen den (schwachen) HFC etwas wert. Dann kann es die Grundlage für einen erfolgreichen Abstiegskampf sein, auch wenn der Weg bis dahin noch lang ist.

  • peaveybandit

    Na ja, der HFC war nun sicher kein echter Gradmesser. Gegen Zwickau wird sich zeigen, ob die Ablöse-Preller wirklich so gut sind.

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