Jubel beim SV Meppen: "Das Wunder ist geschafft"

Der SV Meppen kann endgültig für ein weiteres Jahr in der 3. Liga planen: Mit einem 2:1-Sieg im Nachholspiel gegen Carl Zeiss Jena machten die Emsländer den Klassenerhalt am Mittwochabend auch rechnerisch perfekt. Entsprechend groß war der Jubel.

Souveräner als gedacht

"Das Wunder ist geschafft", frohlockte Vorstandssprecher Andreas Kremer kurz nach Abpfiff. Nun, ein Wunder ist der Klassenerhalt nach den vergangenen Wochen und Monaten sicherlich nicht mehr. Doch vor der Saison hätte es beim SV Meppen wohl niemand für möglich gehalten, dass der Liga-Verbleib derart souverän gelingen würde. Wer sechs Spieltage vor Saisonende satte 19 Punkte vor dem ersten Abstiegsplatz liegt, hat vieles richtig gemacht. Zu keinem Zeitpunkt schwebten die Emsländer in Abstiegsgefahr, lediglich im August belegte der SVM einen der letzten drei Plätze – aber nur für vier Tage. Danach arbeite sich Meppen ins gesicherte Mittelfeld vor und hielt sich dort.

Der 2:1-Erfolg im Nachholspiel gegen Jena war nun ein Spiegelbild der Saison: Früh nach einem direkt verwandelten Freistoß von Maximilian Wolfram in Rückstand geraten (13.), suchte Meppen eine schnelle Antwort und fand sie nach 28 Minuten durch einen Treffer von Marius Kleinsorge, der einen schnellen Konter vollendete. In der zweiten Halbzeit sahen die 5.856 Zuschauer in der Hänsch-Arena bei typischem Emsländer Regenwetter eine ausgeglichene Partie, die Top-Torjäger Benjamin Girth auf tiefem Boden kurz vor Ende zugunsten seiner Farben entschied (86.) – zurückgekämpft und Spiel gedreht! Das zeichnete den SV Meppen in dieser Saison mehrfach aus.

"Das ist sensationell"

Und als Schiedsrichter Bastian Börner die Partie um genau 21 Uhr abpfiff, war der Klassenerhalt geschafft. "Der Deckel ist drauf", jubelte Trainer Christian Neidhart am "Telekom"-Mikron und sprach seiner Mannschaft ein Kompliment aus: "Wir haben es heute einen Tick mehr gewollt." Zwar gestand der Meppen-Coach ein, dass sich seine Mannschaft das Leben am Ende selbst schwer gemacht habe und dass man sich nicht darüber hätte beschweren können, wenn in der 68. Minute nach einem Handspiel von Marcel Gebers Elfmeter gepfiffen worden wäre, doch am Ende überwog die Freude über den Sieg und den Klassenerhalt: "Das ist sensationell."

Und jetzt? "Vielleicht können wir die 50-Punkte-Marke knacken", blickt Neidhart wenn auch noch etwas zurückhaltend voraus. Erstmal wurde am Mittwochabend mit 500 Liter Freibier gefeiert. Doch schon in Kürze werden die Vorbereitungen für die neue Saison beginnen. Damit auch in der kommenden Spielzeit das Wunder wieder gelingen kann. Denn dass sich ein Verein wie Meppen, der 20 lange Jahre aus dem Profifußball verschwunden war, nun in der 3. Liga hält, ist keine Selbstverständlichkeit.

 

   
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