,,Jetzt sind wir dran" – VfLer Krük vor der Relegation im Interview

Am kommenden Freitag steigt das Hinspiel der diesjährigen Relegationsspiele zwischen dem VfL Osnabrück und Dynamo Dresden. Dieses Aufeinandertreffen gab es bereits im Jahr 2011, als der damalige Drittligist aus Dresden sich durchsetzen konnte und in die 2. Bundesliga aufgestiegen ist. Nun gestaltet sich die Konstellation genau andersherum und die Niedersachsen kämpfen um die Rückkehr ins Fußball-Unterhaus. Der einzige Lila-Weiße, der schon damals auf dem Platz stand, ist Linksverteidiger Alexander Krük. Im Interview mit liga3-online.de Reporter Daniel Rynio spricht Krük über das Duell vor zwei Jahren, die Erleichterung nach dem Erreichen des dritten Platzes und die Revanche des VfL Osnabrück. 

liga3-online.de: Herr Krük, nach einer wahren Zitterpartie wie man sie vom Fußballstandort Osnabrück kennt hat die Mannschaft doch noch den Sprung auf den Relegationsplatz erreicht. Wie groß war die Erleichterung nach dem 4:0 über Alemannia Aachen?

Natürlich haben wir uns über den Sieg gegen Aachen sehr gefreut. Wir wollten das Spiel unbedingt gewinnen, vor allem auch für Pele Wollitz, dem wir zu verdanken haben, dass wir diese erfolgreiche Saison gespielt haben. Aber der Sieg wäre nichts wert gewesen, wenn Offenbach sich nicht in Heidenheim so reingehängt hätte. Dass die Partie in Heidenheim Unentschieden ausgegangen ist und wir es dadurch doch noch auf den Relegationsplatz geschafft haben, hat uns natürlich unglaublich gefreut.

In einem Interview haben Sie Dynamo Dresden als Ihren Wunschgegner für die anstehenden Relegationsspiele geäußert. Nun ist der Wunsch erfüllt worden. Wie schätzen Sie die Chancen Ihrer Mannschaft gegen die Dresdner ein?

Ich denke, da schließt sich dann der Kreis, man sieht sich ja bekanntlich immer zweimal im Leben. Ich glaube, wir werden die Spiele positiv gestalten und am Ende mit dem Aufstieg belohnt werden.

Sie sind der einzige Akteur in den Reihen des VfL, der bereits beim Aufeinandertreffen der beiden Teams in der Relegation 2011 dabei war. Damals haben sie den Verbleib in der 2. Bundesliga nach einem ordentlichen Auftritt in Dresden (1:1) noch aus der Hand gegeben (1:3 im Rückspiel). Warum hat es damals nicht zu einem Sieg gereicht?

Die Ausgangslage hat uns eigentlich positiv gestimmt und wir sind zuversichtlich in das Heimspiel gegangen. Vielleicht hat der psychologische Druck, der beim Zweitligisten negativer ist als beim Drittligisten, auch noch dazu beigetragen. Warum es dann am Ende nicht geklappt hat, obwohl das Spiel ja zwischenzeitlich auch auf Messers Schneide stand, kann ich heute nicht mehr sagen.

Hätte man in Bielefeld Remis gespielt, wäre man am Samstag direkt aufgestiegen. Beschäftigt dieses Szenario das Team noch oder spielen solche Rechenspielchen keine Rolle?

Es macht keinen Sinn, zurückzublicken und darüber nachzudenken, was gewesen wäre, wenn… Wir hatten diese kleine Chance, es im letzten Spiel noch auf den Relegationsplatz zu schaffen, die haben wir genutzt. Jetzt beschäftigen wir uns damit, die Relegation erfolgreich zu bestreiten und den Aufstieg in die 2. Bundesliga doch noch zu schaffen.

Aufgrund der Vorfälle aus dem Rückspiel 2011 gingen nur 1000 Stehplatzkarten nach Dresden. Die Fans von Dynamo sind bekannt für ihre lautstarke und frenetische Unterstützung bei den Heim- und Auswärtsspielen. Aber auch die Bremer Brücke verwandelt sich des Öfteren in einen echten Hexenkessel. Was erwarten Sie für eine Atmosphäre?

Alexander Krük (r.) im Eins gegen Eins.

Es wird in beiden Stadien richtig heiß hergehen. Die Mannschaft wird die Fans brauchen und das wissen unsere Fans auch, deswegen werden sie uns am Freitag mit Sicherheit fantastisch unterstützen. Flutlichtspiel in der osnatel ARENA – das ist immer etwas Besonderes. Die Luft wird knistern! Wir freuen uns drauf!

Sie haben in der laufenden Saison nur in einer Begegnung nicht auf dem Feld gestanden und können auf 3271 Spielminuten zurückblicken. Haben Sie am Anfang der Spielzeit mit diesem starken Vertrauen des Trainerteams gerechnet und macht Sie die Rolle als Stammkraft ein wenig Stolz?

Ich habe schon gehofft, viele Spiele absolvieren zu können. Dass es dann am Ende alle Spiele waren (bis auf eine Gelbsperre), freut mich um so mehr. Aber im Grunde geht es nicht um mich als Einzelperson, sondern wir müssen als Team funktionieren, um zum Erfolg zu kommen.

Der Zusammenhalt innerhalb der Truppe gilt als enorm groß. Wie fokussiert sind ihre Kollegen vor den wichtigsten Partien der Saison? Nehmen Sie eine gewisse Anspannung wahr?

Wir bereiten uns auf die Spiele gegen Dresden mit der gleichen Konzentration vor wie zu jedem Spiel. Natürlich sind es besondere Partien, es geht um viel und das ist ja für uns auch im Umfeld spürbar.

Welche Gründe stimmen Sie positiv, dass der VfL dieses Mal die Relegation und die Rückkehr in die 2. Bundesliga schafft?

Beim letzten Mal hat Dresden die Relegation für sich entschieden, jetzt sind wir dran.

Dankeschön für das Interview und viel Erfolg in der Relegation!

FOTO: Flohre Fotografie

   

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