Jens Härtel: "Sind am Ende der glückliche Derby-Sieger"

Tolle Stimmung, ein spannendes Fußballspiel, viel Spannung, drei Tore und zwei Platzverweise – das Sachsen-Anhalt-Derby zwischen dem 1. FC Magdeburg und dem Halleschen FC hielt, was es aus auf dem Papier versprochen hatte. Magdeburg festigt mit dem 2:1 Platz zwei – auch wenn der Sieg am Ende etwas glücklich war.

Magdeburger "Abwehrschlacht"

Es sagt einiges über den Spielverlauf aus, wenn der Trainer der siegreichen Mannschaft nach dem Spiel einräumt, dass auch ein anderes Ergebnis nicht unverdient gewesen wäre. Magdeburgs Übungsleiter Jens Härtel tat nach dem 2:1 gegen den HFC genau das. "Wenn man die Schlussphase sieht, sind wir unter dem Strich der glückliche Derby-Sieger", sagte Härtel bei der Pressekonferenz nach dem Spiel. Dabei hatten Christian Beck (8.) und Michel Niemeyer (12.) Magdeburg früh und komfortabel in Führung gebracht. Weil sich Halle aber zu keinem Zeitpunkt aufgab, wurde die Partie in der Schlussphase zu einer reinen Magdeburger "Abwehrschlacht", wie es Härtel nannte.

Turbulente Schlussphase

Aber der Reihe nach: Schon als Mathias Fetsch in der 67. Minute auf 1:2 verkürzte, bekam das Spiel eine andere Dynamik. Richtig turbulent wurde es aber erst einige Minuten später: Halles Daniel Bohl hatte vermeintlich Magdeburgs eben erst eingewechselten Philip Türpitz gebissen, wofür der sich mit einem Ellbogenschlag revanchierte – Platzverweis (71.). Es kam zur Rudelbildung, in der auch noch Halles Marvin Ajani vom Platz flog (72.). "Wir müssen schauen, was der Spieler dazu sagt. Wenn es so ist, dass er sich ein bisschen zu sehr hat provozieren lassen, dann gibt es dafür einen Strafen-Katalog", sagte Härtel zum Verhalten seines Jokers, dessen Dienst an diesem Nachmittag nur 90 Sekunden dauerte.

Halle mit Rückenwind

In den letzten Minuten hätte das Spiel dann auch noch kippen können. Erst verpasste Tobias Schwede die Vorentscheidung für Magdeburg (88.), dann hatte Halle Pech bei einer Doppelchance: Erst wurde ein Schuss von Martin Röser von der Linie gekratzt, dann setzte Fabian Baumgärtel den Nachschuss an die Latte (90.+4). Und so blieb es bei einem letztendlich glückliche Derby-Sieg für den FCM, der damit Zweiter bleibt und den Vorsprung auf Rang drei auf vier Punkte ausbauen konnte.

 
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