Jena will in Mannheim "Außenseiterrolle annehmen"

Am Sonntag gastiert Schlusslicht Carl Zeiss Jena beim Waldhof Mannheim – auf dem Papier wahrscheinlich eine klare Nummer. Doch Interimscoach René Klingbeil zeigt sich weiter hoffnungsvoll und zeichnet die benötigte Marschroute vor, um weiter bestehen zu können.

"Alles reinpacken, was da ist"

Satte elf Punkte fehlen dem FC Carl Zeiss Jena zum rettenden Ufer, um die Klasse zu halten. Wahrlich keine allzu positive Lage, den Endspurt der Saison zu starten, doch am vergangenen Spieltag gab es bereits erste optimistisch stimmende Signale: 2:1 konnte Rivale FSV Zwickau geschlagen werden. Das erste Spiel unter Interimscoach René Klingbeil, auf den mit Waldhof Mannheim am Sonntag eine starke Mannschaft wartet: "Uns erwartet eine sehr gute Mannschaft mit starker Offensive, die gegen uns sicher mit viel Wucht zu Werke gehen wird", weiß Klingbeil und schätzt seine Mannschaft entsprechend als "Außenseiter" ein. Wichtig für ihn sei es, diese "Außenseiterrolle anzunehmen". 

Zu den bisher erspielten acht Punkten nach Auswärtsspielen sollten, um die Chancen zum Erhalt der Liga weiter aufrechtzuerhalten, möglichst weitere Punkte hinzukommen. Ein Vorhaben, was jedoch bei einem Publikum wie in Mannheim wohl keine Leichtigkeit wird. "Mannheim hat ein leidenschaftliches Publikum im Rücken, das für eine besondere Atmosphäre sorgt", gesteht Klingbeil ein. Er selbst freue sich jedoch auf seinen ersten Auftritt im Carl-Benz-Stadion. Um diese Atmosphäre zu nutzen und erfolgreich zu sein, müssen die Jenaer "alles reinpacken, was da ist". Dann könne am Sonntag geschaut werden, was dabei rumkomme.

Wohl keine Wechsel

Bei der Startelf, die alles reinpacken soll, stehen wohl kaum Veränderungen an. "Nach dem Spiel gegen Zwickau gibt es für mich wenig Gründe, etwas zu verändern", gab auch der Interimscoach zu, der laut DFB-Statuten lediglich 15 Tage lang sein Amt ausfüllen darf und somit spätestens nach dem folgenden Heimspiel gegen den SV Meppen abgelöst werden muss. Gegen Zwickau stand eine Elf auf dem Feld, die es schaffte, trotz aller Nebengeräusche rund um den Verein und der Entlassung von Rico Schmitt, einen 0:1-Rückstand in einen Heimsieg zu drehen. Eine neue Option stellt derweil jedoch Ole Käuper dar, der seine Gelb-Sperre in jenem Spiel abgesessen hat. Er könnte ins zentrale Mittelfeld rücken, wo zuletzt allerdings Jannis Kübler und Maximilian Rohr – sogar als Siegtorschütze – überzeugten. Feststeht, dass "die Jungs sich verausgaben sollen", so Klingbeil abschließend. Eigentlich eine gute Ausgangssituation – wäre da nicht die Tabelle.

   
Back to top button