Jena: Strafe für Vergehen von Erfurter Fans

Der ohnehin finanziell angeschlagene FC Carl Zeiss Jena bekommt vom Sportgericht des Deutschen Fußball-Bund (DFB) eine bittere Strafe aufs Auge gedrückt. Dieses Mal muss der Verein allerdings nicht für das Einsetzten von Pyrotechnik seiner eigenen Fans zahlen, sondern für die Anhänger vom Erzrivalen aus Erfurt. Gleich 2.000 Euro beträgt die Strafe, die für mehrere Vergehen der Erfurt ausgewiesen wird:

Sechs Knallkörper folgen in den Innenraum

"Mit Spielbeginn der der Partie zwischen dem FC Carl Zeiss Jena und Rot-Weiß Erfurt am 17. Dezember 2011 in Jena überstiegen circa 30 Erfurter Zuschauer den Zaun zum angrenzenden Pufferblock und besetzten die Zaunkrone. Darüber hinaus wurden von der achten bis zur 10. Minute im Gästeblock insgesamt fünf Bengalische Feuer abgebrannt und sechs Knallkörper in Richtung des Innenraums geworfen. Dabei erlitt ein Feuerwehrmann ein Knalltrauma", heißt es in der Urteilsverkündigung des DFB.

Geisterspiel für Erfurt?

In der 48. Minute wurden erneut ein Bengalisches Feuer und drei Knallkörper im Erfurter Block gezündet. Nach Spielende wurden fünf weitere Bengalische Feuer im Gästebereich abgebrannt. Der Verein hat dem Urteil zugestimmt, das Urteil ist damit rechtskräftig. RWE wurde für den Vorfall bereits am vergangenen Mittwoch mit einer Geldstrafe von 8.000 bestraft (wir berichteten). Zudem erklärte das Sportgericht: "Der DFB-Kontrollausschuss hat Rot-Weiß Erfurt nunmehr ausdrücklich darauf hingewiesen, dass bei erneuten gravierenden Vorfällen aus dem Zuschauerbereich ein Spiel unter Ausschluss der Öffentlichkeit oder eine Platzsperre in Erwägung zu ziehen sein wird."

FOTO: Marvin Wellhausen

   
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