Jena in Unterzahl furios! Thiele schießt Wiesbaden ab

Furioser Heimsieg des FC Carl Zeiss Jena: Gegen Wehen Wiesbaden setzte sich der Aufsteiger am Samstag mit 4:3 durch – trotz 45-minütiger Unterzahl. Alle vier Tore für den FCC erzielte Timmy Thiele.

Wiesbaden führt zunächst

Vor heimischem Publikum startete Jena gewohnt mutig und hatte bereits nach vier Minuten die Riesenchance: Nach einem langen Ball von Cros war Thiele frei durch, verstolperte das Leder aber und setzte es neben den Pfosten. Der FCC war in dieser Phase die bessere Mannschaft, Wiesbaden tat sich unterdessen schwer. Erst nach 14 Minuten setzten die Gäste ein erstes Zeichen, als Blacha aus acht Metern die Latte traf. Plötzlich gaben die Gäste den Ton an, kamen über Blacha (23.), Schäffler (29.) und Mrowca (30.) zu weiteren Chancen und gingen nach 35 Minuten durchaus verdient in Führung: Nach einer Ecke kam der Ball über Schäffler zu Mockenhaupt, der unbedrängt einnetzen konnte. Der SVWW drängte in der Folge auf das 2:0, das nächste Tor fiel kurz vor der Pause aber überraschend auf der anderen Seite: Thiele war nach einem Lupfer von Löhmannsröben per Volley zur Stelle. Kurz danach schwächten sich die Thüringer jedoch selbst: Nach einem Foul an Andrist sah der bereits verwarnte Dennis Slamar Gelb-Rot.

Thiele-Show nach Wiederanpfiff, Spannung am Ende

Dementsprechend reagierte Trainer Marc Zimmermann in der Pause und stellte seine Mannschaft defensiver auf. In Überzahl drückte der SVWW nun auf die Führung, nach 50 Minuten scheiterte Andrist an Koczor im FCC-Tor. Jena lauerte unterdessen auf Konter und schlug Sekunden später eiskalt zu. Wieder war es Löhmannsröben, der Thiele in Szene setzte. Allein vor Kolke behielt er die Nerven und netzte zum 2:1 ein. Der Aufsteiger spielte sich nun in einen Rausch und erhöhte vier Zeigerumdrehungen auf 3:1. Und wieder war Thiele der Torschütze, der abermals von Löhmannsröben in Szene gesetzt wurde – irre. Doch damit nicht genug: In der 64. Minute traf Jena zum 4:1! Und wer war der Torschütze? Natürlich Timmy Thiele, der dieses Mal nach einem Freistoß von Starke einnetze. Das Ernst-Abbe-Sportfeld stand Kopf, Wiesbaden war indes völlig aus der Spur, gab sich aber noch nicht auf. Nach 76 Minuten musste Koczor einen Schuss von Breitkreuz über die Latte lenken. Kurz danach hätten die Gäste aber Glück, dass Dietz völlig freistehend das 5:1 verpasste (80.). Zwei Minuten später verkürzte Stephan Andrist auf 2:4. Plötzlich wurde die Partie wieder spannend, in der Nachspielzeit kamen die Gäste sogar noch zum 3:4 – David Blacha hieß der Torschütze. Die Hessen warfen nun alles nach vorne, für den Ausgleich reichte es aber nicht mehr. Jena brachte den Heimsieg letztlich über die Zeit und verbessert sich in der Tabelle auf Rang zwölf. Wiesbaden könnte – sofern Rostock gegen Lotte gewinnen sollte – auf Platz vier abrutschten.

   
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