Jena geht in Paderborn unter: "Hätten auch zehn Tore bekommen können"

Enttäuschender Abschluss der Englischen Woche für den FC Carl Zeiss Jena: Nach der späten 1:2-Pleite in Meppen am Mittwoch kassierten die Thüringer in Paderborn nur drei Tage später eine heftige 0:6-Klatsche, zeigten ihre schwächste Saisonleistung und konnten sich bei Torwart Jo Coppens bedanken, dass die Niederlage nicht noch höher ausfiel.

Jena lädt Paderborn ein

"So wie heute haben wir noch nie gespielt. Wir hätten auch zehn Tore bekommen können und hätten heute in der 3. Liga gegen jeden Gegner verloren", gab ein sichtlich enttäuschter Mark Zimmermann nach der Partie zu. Der FCC-Trainer versuchte eine Erklärung für den harmlosen Auftritt zu finden: "Mit dem Doppelschlag in der ersten Halbzeit sind die Klappen nach unten gegangen, das hat man gemerkt. Wir haben dem Gegner gewonnene Bälle sofort in die Füße gespielt."

Dabei begann seine Mannschaft gut, spielte zu Beginn ordentlich mit. Doch mit dem 0:1 nach 22 Minuten brach der Aufsteiger auseinander. Viele individuelle Fehler führten zur höchsten Saisonniederlage. "Wir haben heute versagt, da gibt es gar nichts schönzureden. Wir sind gar nicht so schlecht ins Spiel gekommen, aber danach können wir uns bei Jo bedanken, dass wir hier nicht richtig auf den Sack bekommen haben. Heute hat keiner nur annähernd seine Leistung gebracht. Wir als Mannschaft haben heute gar nicht funktioniert", fand Kapitän René Eckardt deutliche Worte.

Coppens verhindert mehr Gegentore

Jener angesprochene Coppens hatte richtig viel Arbeit, war in fast jeder der vielen Eins-gegen-Eins-Situation mit Paderborner Spielern der Sieger. "Ich habe für das, was heute passiert ist, keine Worte. Ich kann die Leistung nicht erklären, sonst hätte ich das in der Kabine auch angesprochen. Ich habe noch nie so viele Schüsse wie heute auf’s Tor bekommen. Ich habe gehofft, so viel wie möglich zu halten", so der 27-Jährige.

Dass Jena die zweite Englische Woche in Folge absolvierte, sollte jedoch keine Ausrede sein "Natürlich sind wir nicht superfrisch ins Spiel gegangen. Aber es konnten alle 90 Minuten rennen", sagte Eckardt. Stattdessen sei das Team "das erste Spiel diese Saison nicht so gemeinschaftlich aufgetreten und darüber muss gesprochen werden. Du kannst auch 90 Minuten mauern und verlierst hier knapp, dann ist dir keiner böse." Diese Klatsche zu verarbeiten "braucht jetzt auch eins, zwei Tage."

Koczor droht Saison-Aus

Nach dem Spiel in Meppen fuhr der FCC nicht nach Hause, reiste am Freitag direkt nach Paderborn. Genutzt hat es jedoch nichts. Das Resümee des Ausflugs fiel bei Eckardt dementsprechend nüchtern aus: "Jeder von uns hätte gerne eine andere Woche erlebt. Wir haben fünf Tage aufeinander gehockt, haben zwei Spiele absolviert, ein ordentliches abgeliefert und verloren, haben es heute total in den Sand gesetzt. Wir gehen mit null Punkten nach Hause, was total bitter ist."

Chance zur Wiedergutmachung gibt es am Samstag im Heimspiel gegen Aalen. Ob dann auch Ersatz-Torwart Raphael Koczor dabei ist, wird sich zu Beginn der Woche klären. Der 29-Jährige verletzte sich am Freitag am Knie. Ihm droht sogar das Saisonaus.

   
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