Jena: 625 000 Euro Minus in abgelaufener Saison

Das Hauptthema bei der Mitgliederversammlung des FC Carl Zeiss Jena am 1. Advent war nicht nur die schlechte Hinrunde der Mannschaft, sondern viel mehr wurde über die finanziell angespannte Situation des Vereins informiert. Vereinspräsident Rainer Zipfel präsentierte nur ungern ein Minus von 625 000 Euro in der abgelaufenen Saison, zudem  liegen auf dem Verein noch Verbindlichkeiten in Höhe von 1,608 Millionen Euro. Laut dem 51-Jährigen erhielt man am 10. Mai dieses Jahres eine E-Mail von seinem Vorgänger Hartmut Beyer, nach der Jena das Geschäftsjahr nur mit einem Minus von höchstens 10.000 Euro abschließen werde, was sich letztendlich als falsch herausstellte.  Für die laufende Saison plant man mit einem Minus von 94 000 Euro. "Das einzige, was uns positiv stimmt, sind die vier Punkte aus den letzten beiden Spielen", sagte Zipfel aufmunternd .

Zahlungsunfähigkeit abgewandt

Das dürfte zurzeit in der Tat das einzig positive sein, denn Jena ist 2008 aus der zweiten Fußball Bundesliga abgestiegen, kann seit 2007 elf verschiedene Trainer aufweisen und stand bis zuletzt auf dem letzten Rang in der Liga.  Eine Zahlungsunfähigkeit konnte  ,,durch das Vorziehen des Dauerkartenvorverkaufs, von Sponsorengeldern und dem Petersen-Transfer noch vorgegriffen werden." Das formulierte Ziel für die Saison ist logischerweise der Klassenerhalt, eine Position im gesicherten Mittelfeld wäre wahrscheinlich noch besser für die wirtschaftliche Lage. Ein Gedanke gilt auch einem neuen Stadion, ,,mit dem dann eine sportliche und wirtschaftliche Entwicklung einhergehen muss."   Am Schluss der Versammlung wurde das neue Leitbild des Klubs von den rund 300 anwesenden Mitgliedern verabschiedet, was beispielsweise die Rolle als Ausbildungsverein vorsieht.  Außerdem wurden mit den Unternehmern Klaus Berka und Günther Poschinger wurden zwei neue Thüringer in das Präsidium gewählt.

   
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