Jahn Regensburg: Traumstart ist perfekt

Zwei Spiele, zwei Siege – der Traumstart von Aufsteiger Jahn Regensburg ist perfekt! In einem turbulenten Spiel gab es sieben Tore und zwei Platzverweise, ein echter Krimi. Beim 4:3-Erfolg bei der SGS Großaspach war nicht alles Gold was glänzt, Regensburg schaffte es aber sich nicht durch Rückschläge verunsichern zu lassen und so am Ende als verdienter Sieger vom Platz zu gehen. liga3-online.de analysiert die Gründe für den Sieg:

Unberechenbarkeit in der Offensive

Der Jahn hat in dieser Saison nun schon sechs Tore erzielt, dabei trugen sich sechs verschiedene Spieler in die Torschützenliste ein. Regensburg ist nicht abhängig von einem Goalgetter, sondern verfügt über ein variables Offensivsystem, was sich auch bei der SG offenbarte: Mit Erik Thommy (ein Tor, zwei Vorlagen), Marco Grüttner, Jann George (beide je ein Tor) und Kolja Pusch (eine Vorlage) waren alle vier Offensivkräfte an mindestens einem Treffer beteiligt, auch der eingewechselte Stürmer Patrick Dzalto schrieb sich noch eine Vorlage aufs Konto, war zudem an Georges Treffer maßgeblich beteiligt. Für die Gegner wird es so schwieriger, die Jahn-Offensive in Zaum zu halten. „Ich hatte immer das Gefühl, dass wir Tore machen können“, lobte auch der Coach anschließend sein Team.

Tolle Moral und kämpferische Leistung

Wie schon gegen Rostock war der Schlüssel zum Sieg, dass der SSV von Beginn an eine kämpferische Leistung an den Tag gelegt hat. In Großaspach war der Einsatz sogar noch ein Stück höher, was sich auszahlen sollte: Der Jahn hatte früh erste Chancen, ließ die Hausherren lange nicht ins Spiel kommen und ging nach 23 Minuten verdient in Führung. Nach dem 1:0 drehte Großaspach das Spiel zwar schnell auf 1:2 (und bestrafte hier eine kurze Phase, in der der Jahn nicht volles Tempo ging), nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich des Jahn zum 2:2 durch Marc Lais nach Wiederanpfiff ging Sonnenhof ebenfalls wieder mit 2:3 in Führung. Die Jahnelf hat sich vom zweimaligen Rückstand aber nicht verunsichern lassen und einfach weiter ihr Spiel durchgezogen. Auch dafür hat sie sich schlussendlich selbst belohnt und nach dem Platzverweis für Aspachs Landeka ihrerseits die Partie binnen 120 Sekunden gedreht. Das sah auch Regensburgs Trainer Herrlich so: „Das Spiel haben wir am Ende verdient gewonnen, wir wollten es einfach mehr. Es war eine sehr kämpferische Leistung.“

Halle wird noch eine Portion schwerer

„Ich bin glücklich, dass wir das Spiel gewonnen haben“, freute sich Herrlich weiter. Der Jahntrainer zeigte aber deutlich auf, dass sein Team die Liga nur halten kann, wenn über das gesamte Spiel eine solche Leistung abgerufen wird. „Nach der Führung hat wohl der eine oder andere gedacht, es geht von alleine“, monierte er, als nach dem 1:0 der postwendende Ausgleich und kurz darauf auch der zweite Gegentreffer fiel. Die zwei Siege hat sich die Jahnelf durch ihren Einsatz verdient, durch grundsolide Arbeit und eine starke, kämpferische Leistung. Genauso muss sie auch am Mittwoch gegen den Halleschen FC auftreten, wenn sie einen oder gar drei weitere Punkte für den Klassenerhalt einfahren möchte. Es wird nicht einfacher, im Gegenteil: Drei Gegentore kann sich der SSV nicht mehr erlauben. Mit Markus Palionis hat sich zudem auch der fünfte und letzte Innenverteidiger verletzt und wird länger ausfallen. Gegen den HFC wird Jahn Regensburg also mit zwei Spielern im defensiven Zentrum auflaufen müssen, die keine gelernten Innenverteidiger sind. Und das werden die Oberpfälzer nur mit Einsatz und Kampf wettmachen können.

 

   
Back to top button