Jahn bangt in Dresden um Hein und Aosman

Die Formkurve bei Jahn Regensburg zeigte auch gegen Cottbus deutlich nach oben. Die Defensive schien noch gestärkter, die Mannschaft ging aggressiv in die Zweikämpfe und war auch nach vorne immer für eine gefährliche Aktion gut – auch wenn die letzte Konsequenz im Abschluss fehlte und in genau einem Moment der Gegenspieler nicht an der Flanke gehindert wurde. Eine Leistung, auf die nach dem etwas holprigen Saisonstart weiter aufgebaut werden kann und die im schweren Auswärtsspiel morgen bei Dynamo Dresden (Anpfiff 14 Uhr) mindestens wiederholt werden muss, wenn erneut gepunktet werden soll.

Fragezeichen hinter Hein und Aosman

Allerdings drohen Jahntrainer Schmidt personelle Probleme: Hinter dem Einsatz der Leistungsträger Oliver Hein (muskuläre Probleme) und Aias Aosman (Grippe) stehen Fragezeichen. Alexander Schmidt: „Die Vorzeichen sind nicht gut. Sollten Hein und Aosman ausfallen, wäre das sehr ungünstig für uns. Die sind genauso wie Sebastian Nachreiner natürlich nicht zu ersetzen. Aber die elf Akteure auf dem Platz werden morgen alles geben!“ Nachreiner ist wie Azur Velagic noch keine Option für eine Rückkehr in den Kader. Dafür dürften die Offensivkräfte Benedikt Schmid und Daniel Franziskus wieder dabei sein, ebenso wie Romas Dressler, auch wenn dem nach den ersten drei Wochen Training die Müdigkeit anzumerken ist. Der Jahncoach wird, abgesehen von den fraglichen Spielern, wohl auf dieselbe Elf zurückgreifen, die in den letzten beiden Partien vier Punkte holte. Sollte Hein ausfallen, dann wären Andreas Geipl oder Andreas Güntner Optionen für das defensive Mittelfeld. Die Außen müssten dann neu besetzt werden, Jonas Erwig-Drüppel dürfte da wohl die erste Alternative sein. Bei einem Ausfall von Aosman könnten Zlatko Muhovic, Daniel Steininger oder Markus Smarzoch in die Offensive rücken.

Schmidt: "Wir müssen mit allem was wir haben kämpfen!"

Es wird auf alle Fälle ein schweres Spiel. Schmidt weiß, worauf es gegen den Aufstiegsaspiranten ankommen wird: „Wir müssen mit allem was wir haben kämpfen. Wir müssen Selbstvertrauen haben, aggressiv spielen, kompakt stehen, dem Gegner einheizen. Wir müssen jeden Quadratzentimeter des Stadions umwälzen!“ Denn er ist sich sicher: „Wir können jedem Gegner Paroli bieten. Wir treffen nicht auf eine Zweitligamannschaft, auch Dresden hat Schwächen! Wir nehmen morgen was mit.“ Gut möglich, dass er Recht behält. Auch Energie Cottbus lobte er vor dem Spiel („Das ist ein ganz anderes Kaliber!“), am Ende war seine Mannschaft nah dran an einem Sieg. Warum soll das in Dresden nicht gelingen? Mit einer ähnlich stabilen Defensive und einem guten Zweikampfverhalten ist für den Jahn auch bei der SGD etwas zu holen. Auch wenn Hein und Aosman ausfallen sollten.

Voraussichtliche Aufstellung: Loboué – Trettenbach, Kurz, Dürmeyer, Herzel – Hein (Geipl) – Güntner, Geipl (Erwig-Drüppel), Lienhard, Aosman (Steininger) – Windmüller.

 

Foto: Regensburg1889.de

   
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