Ivana macht´s mit Köpfchen – Darmstadt besiegt Heidenheim

Ohne Julian Ratei aber mit dem Dreifach-Torschützen aus Unterhaching, Dominik Stroh-Engel, begann Darmstadts Trainer Dirk Schuster die schwere Aufgabe gegen den Tabellenführer aus Heidenheim. Der 1,97 Meter lange Angreifer hatte sich zu Beginn der Woche einer Kiefer-Operation unterzogen, sein Einsatz stand bis zuletzt auf der Kippe. Vor rund 5.100 Zuschauern im Stadion am Böllenfalltor zeigten die Hausherren von Beginn an, dass sie ihren Aufwärtstrend nach dem Erfolg in Unterhaching weiter fortsetzen wollen.

Viele Fouls in einer kampfbetonten Partie

In einer kampfbetonten Partie hatte der Ex-Heidenheimer Marco Sailer nach acht Minuten die erste Gelegenheit. Auf der anderen Seite prüfte Heidenheims Kapitän Marc Schnatterer mit einem Distanzschuss Jan Zimmermann im Tor der Lilien. In einer zerfahrenen, von vielen Fouls geprägten ersten Hälfte hatten die Lilien zwar insgesamt deutlich mehr Spielanteile, große Chancen blieben aber lange Zeit Mangelware. Die bis dahin beste Gelegenheit hatte kurz vor der Pause erneut der starke Marco Sailer. Seine Direktabnahme aus kurzer Distanz verfehlte das Ziel jedoch nur knapp. Als ein „Spiel ohne Höhepunkte“  bewertete Heidenheims Trainer Frank Schmidt die erste Hälfte. Das sollte sich nach dem Wechsel schnell ändern.

Ivana macht´s mit Köpchen

Denn auch nach der Pause nahmen die Lilien das Heft des Handelns wieder in die Hand und kamen zwei Minuten nach Wiederbeginn zu verdienten Führung. Nach einer Flanke von Jérôme Gondorf konnte Torhüter Sattelmaier den Kopfball von Dominik Stroh-Engel noch parieren. Den zweiten Ball drückte Milan Ivana jedoch problemlos über die Linie. „Wie wertvoll er sein kann, hat er heute wieder bewiesen“, freute sich Darmstadts Trainer Dirk Schuster über den zweiten Treffer im zweiten Spiel des 29-jährigen Slowaken von Beginn an, der vor der Saison vom hessischen Konkurrenten aus Wehen-Wiesbaden gekommen war. Heidenheims Trainer Frank Schmidt reagierte auf den Rückstand mit der Einwechslung von Michael Thurk und Smail Morabit. Das Spiel der Heidenheimer wurde in der Folge zwar zielstrebiger und gefährlicher. Aber sowohl Sebastian Griesbeck (62.) und Marc Schnatterer (67.) konnten den Ball bei ihren Torversuchen nicht im Tor der Lilien unterbringen.

Darmstadt nun auf Rang neun

Am Ende stand ein hochverdienter Erfolg der Hessen, die sich mit nunmehr acht Punkten im Tabellenmittelfeld festgesetzt haben. „Wir haben ein sehr ordentliches Spiel gegen den Tabellenführer gemacht“, freute sich Dirk Schuster nach der Partie, warnte aber vor der schnell aufkeimenden Euphorie im Umfeld. Noch sei die Mannschaft nicht da, wo sie hin wolle, so der 45-Jährige. Das Lob seines Trainerkollegen nahm Schuster jedoch gerne an: „Darmstadts Sieg geht in Ordnung.“ Mit einem weiteren Erfolg am kommenden Samstag in Regensburg könnten die Lilien dann sogar erstmals an den Aufstiegsrängen kratzen. Es wäre nach sechs Spieltagen fraglos nur eine Momentaufnahme. Aber auch ein klares Zeichen an die Konkurrenz – nämlich in diesem Jahr mit dem Abstieg nichts zu tun zu haben.

Foto: Frank Leber

   

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