In der Verlängerung: SGD siegt mit viel Mühe gegen Auerbach

Von

© Hübner

Dynamo Dresden steht im Halbfinale des sächsischen Landespokals. Am Sonntagnachmittag setzte sich der Tabellenführer beim Viertligisten VfB Auerbach in der Verlängerung knapp mit 1:0 durch. Der Regionalligist bot dabei eine tolle Partie und verlangte der SGD einiges ab. Erst ein Tor von Jim-Patrick Müller in der 117. Minute brachte Dynamo auf die Siegerstraße. Im Halbfinale trifft Dynamo nun auf Erzgebirge Aue. 

Freche Gastgeber, müde Dresdner

Auf tiefem Boden im voll gepackten Stadion des VfB Auerbach wurde den Gästen aus Dresden von Beginn an ein harter Fight geboten. Während den Dynamos viele Bälle versprangen, wussten die Gastgeber mit den Bedingungen besser umzugehen und kamen bereits nach fünf Minuten zum ersten Abschluss, den Dresdens Torhüter Kornetzky aber parieren konnte. In der Folgezeit entwickelte sich eine ausgeglichene Partie. Während der VfB über viel Einsatz und Kampf ins Spiel fand, gewöhnten sich die Dresdner langsam aber sicher an die Bodenverhältnisse. Mitte der ersten Hälfte brandete dann kurz Jubel auf im Stadion, als Danny Wild die Gastgeber in Führung brachte. Da der Treffer aus dem Abseits erzielt wurde, blieb es aber beim 0:0. Ganze 30 Minuten dauerte es, bevor Justin Eilers aus 22 Metern mal den ersten gefährlichen Torschuss für Dynamo zustande brachte. Wiederum nur fünf Minuten später dann die Riesenchance für Auerbach, als Kornetzky im 1 gegen 1 gegen Schuch klären musste und das 1:0 verhinderte. Bevor es mit einem 0:0 in die Kabine ging, lag der Ball erneut im Tor. Doch der Führungstreffer von Moll wurde wiederum nicht gegeben, da Justin Eilers beim Schuss seines Kollegen im Abseits stand.

Mehr Schwung nach dem Wechsel

Der Schwung aus der Schlussphase der ersten Hälfte wurde auch in die 2. Hälfte übertragen, wenngleich die Gäste mit zunehmender Spieldauer immer besser ins Spiel fanden. Innerhalb von nur drei Minuten kamen Eilers, Testroet und Tekerci (52., 53., 54. Minute) zu sehr guten Chancen, vergaben jedoch allesamt die Führung. Dem VfB merkte man die laufintensive Partie nun immer weiter an sodass, die Räume von den Spitzenreiter der 3. Liga zahlreicher und die Spielzüge sicherer wurden. Mitten in die Drangphase der Gäste dann beinahe die Führung der Auerbacher durch einen Zufall. Hefeles Rückpass konnte Kornetzky beinahe nicht mehr verarbeiten, rettete aber letztlich noch sicher. Das Spiel wurde immer mehr zum absoluten Pokalfight, in dem die Dresdner ihren Gegner kaum den Ball überließen, selbst aber auch nur noch selten zu gefährlichen Aktionen kamen. Ein Freistoß von Stefaniak konnte von Torhüter Ebersbach hinausgefaustet werden (77.). Fünf Minuten vor dem Ende hatten die Gastgeber dann die Riesenchance zur Führung. Nach einer Ecke kam der eingewechselte Paradies zentral zum Schuss und zielte nur Zentimeter neben das Tor der Gäste. Auch in der 90. Minute gab es die große Chance für Auerbach, als Ratifo abschloss und aus 14 Metern im letzten Moment geblockt wurde. Es blieb beim Remis nach 90 Minuten und ging in die Verlängerung.

Dynamo rennt an, Müller bringt die Erlösung

Auch dort blieb es beim gewohnten Bild. Dynamo konnte zwischenzeitlich 70 Prozent Ballbesitz verbuchen und lief immer wieder auf die Verteidigung des Gegners zu. Die Auerbacher allerdings blieben über Konter immer wieder brandgefährlich und kamen zu ihren Abschlüssen. Einer der besten Spielzüge der gesamten Partie wurde dann in der 100. Minute von den Gastgebern geboten. Über die rechte Seite wurde der Ball per Hacke zu Schlosser gebracht, der aus 25 Metern abzog und nur minimal am Tor vorbei die Werbebande traf. Im strömenden Regen lieferte der Regionalligist den Dynamos einen tadellosen Pokalfight, sodass es auch nach 105 Minuten noch torlos stand. Kurz nach dem Wiederanpfiff hätte Dynamo dann die Führung erzielen müssen. Im Anschluss an einen Freistoß kam Teixeria aus 10 Metern an den Ball und drosch ihn aufs Tor. Während der Keeper des VfB schon geschlagen war, rettete Müller auf der Linie per Kopfball. Auch Justin Eilers hätte in der 115. Minute das Spiel entscheiden können, als er nach einer Flanke von links frei vor dem Tor überhastet abschloss und verzog. Durch den Dauerregen und starken Wind war der ohnehin schon schwierige Platz kaum noch bespielbar geworden. Als schon alles nach Elfmeterschießen aussah, brachte Dynamo den Ball doch noch im Tor unter. Jim-Patrick Müller erzielte in der 117. Minute die Führung für die Dresdner, die sich somit gegen einen starken VfB Auerbach knapp durchsetzen konnten und damit im Halbfinale stehen. Dort wartet im neuen Jahr Ligakonkurrent Erzgebirge Aue.

   

liga3-online.de