Holstein stürmt erstmals auf einen Aufstiegsplatz – Euphorie steigt

Nach 31 Spieltagen hat es Holstein Kiel zum ersten Mal in dieser Saison geschafft: Die Störche stehen auf einem Aufstiegsplatz. Beim 3:0 gegen Wiesbaden präsentierte sich die KSV, abgesehen von fünf unkonzentrierten Minuten nach dem 1:0, als absolute Spitzenmannschaft. 

Kompliment an meine Mannschaft

Holstein profitierte zudem von einer sehr harten gelb-roten Karte für den Wiesbadener Marc Lorenz in der 36. Minute – ein Knackpunkt des Spiels. Anders als beim 0:0 in Lotte eine Woche zuvor nutzte Holstein die numerische Überlegenheit aus, erzielte schnell die entscheidenden Treffer und beherrschte den Gegner. "Mit einem Mann mehr ist es oft schwerer als man meint“, analysierte Trainer Markus Anfang: "Daher Kompliment an meine Mannschaft. Das zweite und dritte Tor waren richtig gut rausgespielt, danach haben wir dann die Kontrolle behalten.“ Sportchef Ralf Becker stellte fest: "Auch wenn das Ergebnis deutlich war, es war ein hartes Spiel gegen einen starken Gegner.“

Alle drei Treffer durch Rückkehrer Lewerenz

Matchwinner war der nach mehrwöchiger Verletzungspause in die Startelf zurückgekehrte Steven Lewerenz. Der Ex-Würzburger erzielte alle drei Treffer (12., 47. und 54. Minute). "Wir haben einen starken Gegner durchweg kontrolliert. So wollten wir spielen, so haben wir gespielt“, betonte Lewerenz, der mit nunmehr zehn Treffern die Führung in der vereinsinternen Torschützenliste übernimmt. Die Chance, einen Platz unter den Top drei zu ergattern, hatte Holstein in dieser Saison schon mehr als ein halbes Dutzend Male. Nun hat es, auf der Zielgeraden der Saison, erstmals geklappt – auch weil direkte Konkurrenten Punkte liegen ließen. Das weckt natürlich Begehrlichkeiten im Umfeld.

Euphorie rund ums Holstein-Stadion steigt

"Zweite Liga – Holstein ist dabei", war von den Rängen des Kieler Stadions zu hören. "Die Fans dürfen euphorisch sein“, sagte Mittelfeld-Abräumer Dominic Peitz nach dem Abpfiff. Für die Mannschaft gelte das jedoch nicht: "Wir haben ein Spiel gewonnen, mehr nicht." Peitz rief sein Team dazu auf, nicht abzuheben, und gab für die nächste Partie gegen Preußen Münster am Sonntag die Parole aus: "Arbeiten, arbeiten und nochmal arbeiten.“ Mit Blick auf die restlichen sieben Partien hat Holstein einige Trümpfe in der Hand. Die Störche, hinter Osnabrück das zweitbeste Heimteam der Liga, treten noch vier Mal zuhause an. Und Holstein hat einen Lauf: Mit dem Sieg gegen Wiesbaden baut die KSV ihre Serie von ungeschlagenen Spielen auf sechs aus. Hinzu kommt das nach dem 3:0 gegen die Hessen weiter aufpolierte Torverhältnis (plus 24). Das ist mit Abstand Bestwert in der Dritten Liga und kommt im Endspurt der Saison einem zusätzlichen Punkt gleich.

   

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