Holstein beendet den Unentschieden-Fluch

Durchatmen bei Holstein Kiel: Das 2:1 gegen Regensburg war der erste Sieg seit dem 15. Oktober. Zuletzt hatten die Störche vier Mal in Folge gut gespielt und teilweise ihre Gegner dominiert. Am Ende standen sie aber jeweils nur mit einem Unentschieden da. Nach dem Dreier gegen den SSV Jahn liest sich die Bilanz nun ganz anders: Holstein ist seit inzwischen sechs Spielen ungeschlagen.

Von der Kieler Bank kamen frische Impulse

Entsprechend übte Trainer Markus Anfang nur milde Kritik an seinen Spielern. Die hatten gegen die defensivstarken Bayern zwar über lange Strecken das Spiel bestimmt. Bis zum 1:0 durch Steven Lewerenz in der 77. Minute fehlte jedoch die Durchschlagskraft vor dem Tor. "Wir haben uns in der ersten Halbzeit etwas zu viel Druck gemacht und sind dann in zwei, drei Konter gelaufen“, so Anfang: "Dann musste der Knoten einfach mal platzen. Die Jungs haben es auch ein bisschen erzwungen.“ Ähnlich sahen es die Spieler. Verteidiger Niklas Hoheneder stellte fest: "Jahn hat gut dagegen gehalten, aber wir haben dennoch dominiert. Ich freue mich riesig, dass wir uns heute endlich belohnt haben.“ Und auch für Tim Siedschlag, der das vorentscheidende 2:0 in der 83. Minute erzielte, war der Sieg "echt verdient. Wir haben in der zweiten Halbzeit richtig druckvoll aufs Tor gespielt.“

Siedschlag traf nur eine Minute nach seiner Einwechslung ins Schwarze. "Das nehme ich mir immer vor – und es klappt auch meistens“, so der scherzhafte Kommentar des Holstein-Mittelfeldmotors, der nicht unbedingt als Torjäger gilt. Insgesamt waren die Ergänzungsspieler, die Trainer Anfang in der letzten halben Stunde auf den Platz schickte, ein Schlüssel zum Kieler Sieg. Auch Dominic Peitz und Kingsley Schindler brachten frische Energie ins Spiel der KSV. Die stark besetzte Kieler Bank könnte ein Erfolgsfaktor für den weiteren Saisonverlauf werden.

Stadionverbot gegen „Sektion Spielsucht“ aufgehoben

Adventlicher Frieden herrscht auch abseits des Platzes. Pünktlich zum Anpfiff hob die KSV das Stadionverbot gegen die Fangruppierung "Sektion Spielsucht“ auf. Holstein hatte die Ultras für die Vorfälle am 16. September verantwortlich gemacht. Beim Heimspiel gegen den VfL Osnabrück wurde unter anderem eine Rakete auf die Haupttribüne geschossen, ein Zuschauer erlitt dabei ein Knalltrauma.

Nach weiteren Ermittlungen habe sich aber herausgestellt, "dass es sich bei den Verantwortlichen um Gäste der aktiven Fanszene der KSV Holstein gehandelt hat“, so der Verein in einer Pressemitteilung. In einem "konstruktiven Gespräch" am Abend vor dem Regensburg-Spiel habe die "Sektion Spielsucht“ eine Mitverantwortung dafür eingeräumt, dass aus ihrem Bereich heraus die Rakete abgefeuert wurde. Davon, dass es einer aus ihren Reihen gewesen sein soll, habe sich die Gruppe jedoch glaubhaft distanziert. "Ich finde es großartig, dass wir uns in dieser schwierigen Situation an einen Tisch gesetzt haben“, kommentierte Wolfgang Schwenke, Kaufmännischer Geschäftsführer der KSV.

   
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