Höhere Mathematik: Der Fall Orlando Smeekes

1, 2, 3, 4. Bis 4 zu zählen scheint der Masse der Menscheit keine schwere Aufgabe zu sein. Selbst in Gegenden auf der Welt, in denen Bildung nicht so einfach zugänglich ist wie in der westlichen Welt, kann vermutlich jeder bis 4 zählen. Schließlich kann man diese Zahl ganz einfach mit den Fingern einer Hand anzeigen. Keine große Übung, dachten sich auch die Verantwortlichen beim FCC als sie Orlando Smeekes am vergangenen Mittwoch beim denkwürdigen Spiel gegen Saarbrücken auf den Rasen schicken wollten. Der hatte nämlich am vorletzten Spieltag der vergangenen Saison eine rote Karte erhalten, die vom DFB mit einem Spielverbot von 4 Meisterschaftsspielen prämiert wurde, das nun abgebrummt sein sollte. Zwar hatte man durch die saisonübergreifende Sperre einen leicht erhöhten Schwierigkeitsgrad beim abzählen der abgesessenen Spiele, aber in einer Stadt wie Jena, mit dem prozentual höchsten Akademikeranteil in der Bevölkerung, sah man sich vor keine allzu große Aufgabe gestellt. Hast du dir gedacht!

Als am Spieltag auffiel, dass Herr Smeekes in den Statisken des DFB immer noch als „gesperrt" geführt wird, wurden die Mathematiker beim FCC stutzig und erfuhren auf Nachfrage beim Deutschen Sportbund, dass dort anders gezählt wird, nämlich 1,2,3,4,3,4. Ganz einfacher Sachverhalt: der DFB sagt, dass die ersten beiden Saisonspiele 10/11 nicht als abgesessene Spiele für Herrn Smeekes zählen, da dieser nicht auf dem Spielermeldebogen geführt wurde. Auf dem Spielermeldebogen wurde er nicht geführt, da die vom FCC geforderte sportmedizinische Untersuchung bei ihm noch ausstand, die er wegen seines Probetrainings in England noch nicht absolvieren konnte. Für den DFB war Herr Smeekes zu diesem Zeitpunkt also ein vereinsloser Fußballer – auf der Gehaltsliste des FC Carl Zeiss Jena. Und so sitzt Orlando Smeekes nun insgesamt 6, statt 4 Spiele ab. Zählen ist eben doch nicht so einfach wie vermutet. Besonders ärgerlich ist vorallem, dass dies, nach dem Vorfall in der Vorsaison mit Martin Klarer vom FC Heidenheim, nun schon das zweite mathematische Missverständnis zwischen dem

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