Hildmann hadert mit Pleite: "Zu fahrig, zu leichtsinnig, zu naiv“

437 Kilometer trennen Großaspach und Halle. Für die Profis aus dem Fautenhau waren es in der Nacht zu Samstag sehr lange 437 Kilometer. Kurz zuvor verlor man verdient gegen kriselnde Hallenser 0:3. Für die Aspacher war es die bereits dritte Niederlage in Folge. Besonders die Abwehrleistung bereitet Trainer Sascha Hildmann Sorgenfalten.

"Wenn’s scheiße läuft, läuft’s scheiße“

Im Interview bei "Telekom Sport" zeigte sich Hildmann sichtlich bedient. Seine Mannschaft erwischte einen "gebrauchten Tag". Dabei wollten die Gäste ihren Negativtrend mit zwei Niederlagen in Folge stoppen. "Lange das 0:0 halten und selbst in Führung gehen“, so beschrieb Timo Röttger die Marschroute der Aspacher. Doch diesen Plan durchkreuzte Martin Röser bereits nach 16 Minuten. "Wir haben uns beim 0:1 ziemlich dämlich angestellt. Der katastrophale Ballverlust im Mittelfeld wurde sofort bestraft“, analysierte Hildmann. Im Gegenzug erhitzte besonders eine Szene die Gemüter von Röttger und Co. Bei einem Laufduell im Strafraum traf Tobias Müller Röttger am Fuß. Doch die Pfeife von Schiedsrichter Weickenmeier blieb stumm. Sehr zum Ärger des Angreifers: "Er trifft mich ganz klar am Fuß, sodass ich nicht weiterlaufen und das Tor erzielen kann. Ich weiß nicht was sonst Elfmeter sein soll.“ Auch Hildmann machte seinem Ärger Luft: "Bei uns muss erst einer halbtot auf dem Boden liegen, damit wir mal einen Elfmeter bekommen." Für liga3-online.de-Experte Babak Rafati ist die Sache klar: Es hätte Strafstoß für Großaspach geben müssen. Doch es kam anders: Nur zwei Minuten später stand Fetsch nach einem Freistoß blank und schob zum 2:0 ein.

Elf Gegentreffer in den letzten drei Spielen

Hildmann reagierte und brachte Aschauer für Baku. Das Spiel der Aspacher besserte sich zu diesem Zeitpunkt. Sie schafften es allerdings kaum gefährlich vor das Hallenser Tor. So plätscherte die Partie im zweiten Durchgang vor sich hin und Halle war vor allem durch Konter gefährlich. Ein jener führte in der 89. Minute zum 3:0 und der endgültigen Entscheidung. 11 Gegentreffer und 0 Punkte in den letzten drei Spielen lautet die Bilanz des Dorfklubs. Um die defensiven Probleme zu lösen steht den Profis laut Hildmann eine harte Trainingswoche bevor.

   
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