Hildmann: "Das Größte, beim FCK Trainer sein zu dürfen"

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Mit Sascha Hildmann hat der 1. FC Kaiserslautern am Donnerstagmittag seinen neuen Cheftrainer vorgestellt. liga3-online.de fasst die wichtigsten Aussagen der Pressekonferenz zusammen. 

"Eine Ehre"

Sascha Hildmann über …

… sein Konzept, wie er den Abwärtstrend des FCK stoppen will.

"Ich bin aufgewachsen in dieser Stadt und weiß um die Wichtigkeit und Möglichkeiten des Vereins. Ich will mich aber nicht zu lange mit der Vergangenheit beschäftigen, sondern in die Zukunft schauen. Für mich ist es wichtig, die Spieler zu erreichen und das 0:5 in Unterhaching aus den Köpfen zu bekommen – darauf müssen wir uns jetzt konzentrieren."

… seine Entscheidung, das Angebot des 1. FC Kaiserslautern anzunehmen:

"Als Mensch Sascha Hildmann ist es das Größte, beim FCK Trainer sein zu dürfen. Es war immer ein Traum von mir, beim FCK als Trainer arbeiten zu dürfen. Da ist eine große Chance und eine Ehre. Der FCK ist für mich eine echte Herzensangelegenheit."

… seine Philosophie:

"Auf der einen Seite will ich schnell und mutig nach vorne spielen lassen und möglichst schnell in Ballbesitz kommen. Auf der anderen Seite müssen wir uns aber auch mit der gegnerischen Mannschaft befassen und unsere Philosophie darauf ausrichten. Wir dürfen nicht den Fehler machen, nur auf uns zu schauen."

… die bisherigen Saisonspiele des FCK: 

"Ich habe sehr viele Spiele live gesehen und kann daher sagen: In der Mannschaft steckt viel Potential. Wir müssen nun zu einer Einheit werden."

… den Zustand der Mannschaft:

"Das schlimmste wäre, jetzt nur auf die Spieler einzuprügeln – dadurch wird es nicht besser. Der Weg wird sein, die Spieler mit vielen Gesprächen zu erreichen, an ihre Stärke und ihren Mut zu appellieren sowie die Fans als großen Rückhalt zu sehen."

… das Ziel, in dieser Saison noch mal in den Aufstiegskampf eingreifen zu können:

"Die Runde ist noch extrem lang, es wird bis zum Schluss spannend bleiben. Wir werden versuchen, viele Punkte zu holen – dann schauen was dabei herauskommt."

… seinen Fußballstil:

"Ich möchte der Mannschaft mindestens zwei, drei Systeme an die Hand geben, um für Überraschungen sorgen zu können."

… das Spiel gegen die Würzburger Kickers:

"Wir wollen gegen Würzburg offensiven Fußball spielen, dabei aber eine gewisse Grundabsicherung nicht aus den Augen verlieren. Dafür brachen wir auch die Zuschauer. Denn nur mit den Fans können die Spieler ihre Top-Leistung abrufen. Meine Aufgabe ist es, den Jungs Sicherheit zu geben. Wir wollen Würzburg vor große Probleme stellen."

… Erfahrungen, die er aus Großaspach mitbringt:

"Zum einen kenne ich die Liga und sehr viele Spieler, zum anderen habe ich den Umgang mit den Spielern gelernt.

… Ex-Aspach-Spieler Özgur Özdemir:

"Ich kenne ihn natürlich sehr gut und werde ihn mir genau anschauen. Am Ende zählt natürlich die Leistung."

…. Gespräche mit Trainerteam:

"Ich habe mich heute Vormittag bereits mit Alexander Bugera (Co-Trainer; Anm. d. Red.) getroffen und mich mit ihm über das Training ausgetauscht. Meine Aufgabe ist es nun, die Konzentration der Mannschaft auf das Spiel gegen Würzburg zu lenken."

… den Kader für Samstag:

"Jan Löhmannsröben fällt verletzt aus, Hendrick Zuck ist fraglich, und hinter Gino Fechner, der sich eine Rippenprellung zugezogen hat, steht ein dickes Fragezeichen."

… seinen Instagram-Account:

"Den werde ich wahrscheinlich abmelden. Es ist zwar schön, Zuspruch zu bekommen, auf der anderen Seite bietet er aber auch eine Angriffsfläche – auch meiner Familie gegenüber."

 

Wiederaufstieg bleibt das Ziel

Sportvorstand Martin Bader über …

… die Ergebnisse der letzten Zeit:

"Es waren bewegte Woche. Wir müssen jetzt schauen, dass die Mannschaft das 0:5 gegen Unterhaching aus den Köpfen bekommt – das wird nicht ganz einfach sein."

… die Entscheidung, Sascha Hildmann zu verpflichten:

"Wir haben Sascha schon seit längerer Zeit verfolgt. Auch aufgrund der Vita war es naheliegend, sich mit ihm auseinanderzusetzen. Zudem war es beeindruckend, wie er uns am 2. Spieltag als Trainer der SG Sonnenhof vor Probleme gestellt hat."

… das Saisonziel:

"Wir werden nicht alle 14 Tage unsere Ziele ändern. Unser Ziel muss es weiterhin sein, im Aufstiegskampf ein Wörtchen mitreden zu können. Wir wollen das Ding so lange am Leben halten, wie es möglich ist. Ohnehin trauen wir es uns zu, wieder oben rankommen können. Das hat die Mannschaft in der bisherigen Saison auch schon gezeigt."

… die Dauer, bis der neue FCK-Coach gefunden war:

"Wir haben mit Sascha viele Gespräche geführt – dabei ging es nicht nur um oberflächliche Ideen. Und dann dauert es eben ein paar Tag, um diese Dinge ausführlich zu besprechen. Ich bin felsenfest davon überzeugt, dass auch der Donnerstag der richtige Zeitpunkt für eine Trainervorstellung ist."

… den Vorwurf, zu lange an Frontzeck festgehalten zu haben:

"Diese Frage werde ich nicht beantworten, weil sie nicht zu beantworten ist. Es wäre gegenüber Michael Frontzeck zudem respektlos, wenn man behauptet, dass man im August bereits gesehen habe, dass er kein guter Trainer ist."

… die Absage der Weihnachtsfeier:

"Es gibt nur dann etwas zu feiern, wenn es etwas zu feiern gibt. In unserer jetzigen Situation eine Weihnachtsfeier zu veranstalten und das Jahr 2018 zu feiern, ist völlig verkehrt und wäre das falsche Signal. Die Jungs sollen wissen, dass sich der Verein in einer Ausnahmesituation befindet. Es geht nur darum, schnell wieder in die Spur zu kommen. Feiern können wir dann, wenn es was zu feiern gibt."

… Wintertransfers.

"Wir machen uns tagtäglich Gedanken über den Kader und müssen möglicherweise auf Verletzungen reagieren. Es ist kein Geheimnis, dass Lukas Spalvis längerfristig ausfallen wird. Sollten Veränderungen nötig sein, wären wir auf mehreren Positionen vorbereitet."

 

   
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