HFC will mit Top-Torjäger Terrence Boyd langfristig verlängern

71 Spiele, 32 Tore und 17 Vorlagen: Die Bilanz von Terrence Boyd im Trikot des Halleschen FC ist beachtlich, allein in der vergangenen Saison netzte der 30-Jährige 18 Mal ein und war nach Torschützenkönig Sascha Mölders der zweitbeste Torjäger der 3. Liga. Da überrascht es nicht, dass Halle mit Boyd langfristig verlängern möchte.

Karriereende beim HFC?

Vor zwei Jahren vom Toronto FC an die Saale gewechselt, unterschrieb Boyd zunächst bis 2021, ehe er im vergangenen September vorzeitig bis 2022 verlängerte. Wenn es nach dem HFC geht, soll es dabei aber nicht bleiben: "Wir sind mit ihm in Gesprächen über eine längerfristige Zusammenarbeit", berichtet Präsident Jens Rauschenbach in der "Bild"-Zeitung. "Ich kann mir das gut vorstellen, dass er seine Karriere bei uns beendet." Boyd sei ein Typ, der perfekt zum HFC passe. "Wir wissen, was wir an ihm haben und er bekommt bei uns Wertschätzung."

Boyd selbst äußerte sich bislang nicht zu einer möglichen Verlängerung. Klar ist: Im kommenden Sommer wäre der Stürmer ablösefrei. Nicht ausgeschlossen, dass dann nochmal die 2. Bundesliga rufen könnte. Im vergangenen September, als der 1. FC Kaiserslautern großes Interesse an einer Verpflichtung hatte, sagte Boyd: "Die Zukunft meiner Familie sehe ich im Raum Heidelberg." Der Hintergrund: Seine Frau kommt aus der Stadt am Neckar. Allerdings betonte der Stürmer auch:  "Wir fühlen uns hier in Halle und unserem Wohnort Leipzig ungemein wohl."

Zwei Neue sollen noch kommen

In der am Wochenende beginnenden Saison wird Halle in jedem Fall auf Boyd setzen können, zudem soll der Kader noch weiter verstärkt werden: "Wir wollen auf den Positionen – Innenverteidiger und Außenbahn – weitere Qualität und insgesamt den Kader verbreitern", so Rauschenbach. "Ich weiß, dass unser Sportdirektor Ralf Minge einige Eisen im Feuer hat."

Für Braydon Manu, der nach Ende seiner Leihe zurück nach Darmstadt ging, sei die Tür "weiter auf, aber es gibt auch gute Alternativen", betont der HFC-Boss. Ein konkretes Ziel für die kommende Saison gibt der 52-Jährige nicht aus, hofft aber auf "mehr Stabilität" und "keine Ausschläge nach unten". Langfristig peilt der HFC die 2. Liga an: "Die Entwicklung Richtung 2. Liga ist unser Grundsatz. Wie schnell es genau gehen kann, ist nicht planbar."

Schwarze Null trotz Corona

Aus finanzieller Sicht ist der HFC derweil gut aufgestellt: "Ich kann mit Stolz sagen, dass wir einen Jahresabschluss zum 30. Juni mit einer schwarzen Null vorweisen. Wir sind auch im 2. Coronajahr ohne Verlust durchgekommen", lässt Rauschenbach einblicken und spricht von einer "harten" und "kräftezehrenden" Zeit. "Aber die staatliche Förderung für Vereine, die Unterstützung der Sponsoren, der Gehaltsverzicht und Kurzarbeit haben diesen Kraftakt ermöglicht." Dass die anstehende Saison sportlich kein erneuter Kraftakt wird, daran soll auch Boyd seinen Anteil leisten – und möglicherweise auch in den Jahren danach.

   

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