HFC-Sieg in Erfurt: Osawe wirbelt beim Auswärtsdreier

Der Hallesche FC bleibt weiterhin auf Erfolgskurs. Mit dem 2:1-Auswärtssieg in Erfurt, dem mittlerweile vierten Dreier in Folge, schieben sich die Saalestädter auf den sechsten Tabellenplatz und zementieren zugleich ihren Status als bestes Auswärtsteam der Liga. Zudem besserten die Hallenser ihre direkte Bilanz gegen den Rivalen aus der früheren DDR-Oberliga auf: Von zuvor fünf Drittliga-Partien gegen den RWE gingen vier verloren.

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Osawe gibt seine Visitenkarte ab

Spielentscheidend war sicherlich der Doppelschlag des HFC in der 15. und 16. Minute. An beiden Toren beteiligt war Osayamen Osawe, der für den angeschlagenen Akaki Gogia in die Startformation rotierte. Timo Furuholm, die zweite nominelle Spitze, ließ sich zugunsten von Osawe häufiger ins Mittelfeld zurückfallen. Dieser taktische Schachzug von Köhler ging voll auf: Der Engländer Osawe zeigte sich als Gefahrenherd, war an nahezu jeder Offensivaktion beteiligt, legte für seine Mitspieler auf und kam auch selbst zum Torabschluss. „Ich habe gut trainiert und auf meine Chance gewartet, nun ist sie endlich gekommen“, sagte Osawe nach Spielende im Interview mit dem „MDR“. Seine Visitenkarte für das Pokalspiel gegen Magdeburg am Mittwoch dürfte der Stürmer mit diesem Auftritt abgegeben haben.

Fortuna hilft bei Aydins Pfostenschuss

Die beiden Tore für Halle fielen zu einem Zeitpunkt, zu dem eher auf der gegenüberliegenden Seite mit Torerfolgen zu rechnen war. Erfurt startete gut in die Partie und kam zu einigen Chancen, zumal sich ins Spiel des HFC-Torhüters Niklas Lomb einige Unsicherheiten einschlichen. Fortuna meinte es in diesen Anfangsminuten jedoch gut mit den Hallensern, und stand auch im weiteren Spielverlauf noch das ein oder andere Mal auf Seiten der Rot-Weißen, insbesondere bei Aydins Pfostenschuss in der 40. Minute.

Trotz Erfolgswelle: HFC bleibt in Liga 3

Der Sieg in Erfurt bedeutet für Halle auch, dass der Relegationsplatz nur noch sechs Zähler entfernt ist. Dennoch betonte Sven Köhler zuletzt in schöner Regelmäßigkeit, dass der Fokus für die restliche Saison auf dem Landespokalsieg und die damit verbundene DFB-Pokal-Qualifikation liegt. Diese Zurückhaltung hat ihre Gründe, wie vor einigen Tagen durch einem Bericht der „Mitteldeutschen Zeitung“ bekannt wurde: Die HFC-Offiziellen verzichteten auf eine Einreichung der Lizenzunterlagen für die zweite Liga, ein Aufstieg wäre also aus rein formalen Gründen nicht möglich. Zum 1. März, dem Fristtermin für die Lizenzanträge, hatte der HFC 13 Zähler Rückstand auf den Relegationsplatz – der Abstand zu den Abstiegsplätzen war zu diesem Zeitpunkt geringer. Das Präsidium sparte sich daher die Summe von ungefähr 60.000 €, die für die Erstellung der Lizenzunterlagen fällig geworden wäre. Für Aufstiegsträume sollten sich die HFC-Fans also mindestens ein weiteres Jahr Wartezeit geben.

   
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