HFC-Frust nach Pleite: "Haben wir uns anders vorgestellt"

Die überraschend deutliche 0:3-Niederlage bei Schlusslicht SpVgg Unterhaching wollte HFC-Trainer Florian Schnorrenberg nicht an einem umstrittenen Elfmeter festmachen. Er war vielmehr mit der Mannschaftsleistung unzufrieden.

Effektive Hachinger

Mit dem 0:2 aus Gästesicht durch Dominik Stroh-Engel war in der 76. Minute bereits die Vorentscheidung gefallen. Sören Reddemann war mit hohem Bein in den Zweikampf mit Niclas Anspach gegangen, ob eine Berührung vorlag, war nicht zweifelsfrei zu erkennen. "Wenn er nur den Fuß trifft und nicht den Ball, kann man den Elfmeter geben", analysierte Schnorrenberg nach der Partie im "MagentaSport"-Interview. "Ich habe nicht genau gesehen, ob er auch den Ball berührt." Der Hallenser Trainer wollte die Szene aber auch gar nicht zu hoch hängen, sondern machte andere Gründe für die Niederlage verantwortlich: "Wir hatten viel, viel Ballbesitz und haben daraus wenig gemacht. Unterhaching war bei seinen Torchancen sehr effektiv, das war bei ihnen in den letzten Wochen nicht immer so." Damit spielte der 43-Jährige auf Hachings Durststrecke an. Die Spielvereinigung war als Tabellenletzter in den 27. Spieltag gegangen und beendete gegen Halle ihre Negativserie von zehn Niederlagen und zwei Unentschieden in den letzten zwölf Spielen.

In der 15. Minute hatte Anspach die Hausherren mit einem Flachschuss nach einer eigentlich bereits geklärten Ecke in Führung gebracht. "Das sind dann ärgerliche Momente", haderte Schnorrenberg, der sich eine schnelle Antwort seiner Spieler gewünscht hätte: "Trotz allem waren die Möglichkeiten zurückzukommen in der ersten Halbzeit da." Nach einer guten halben Stunde hatten Niklas Landgraf und Terrence Boyd innerhalb weniger Minuten hochkarätige Torchancen, vergaben aber jeweils. "Wir sind mit den Chancen nicht so umgegangen, wie wir es können", befand Schnorrenberg. "Wir müssen uns den Vorwurf machen, dass wir nicht zielstrebig genug waren."

Entwarnung bei Boyd

Nach dem Seitenwechsel konnte der HFC erstaunlicherweise kaum noch Akzente setzen. So war Stroh-Engels Tor auch keineswegs unverdient. Kurz vor Spielende erhöhte Moritz Heinrich sogar noch auf 3:0 für Unterhaching. "Das haben wir uns heute natürlich anders vorgestellt, wir hätten sehr gerne einen Auswärtssieg gelandet", bilanzierte Schnorrenberg und meinte: "Wir hätten noch eine Stunde spielen können, ohne ein Tor zu erzielen." Bei der Auswechslung von Boyd war zunächst vermutet worden, dass sich der Stürmer verletzt haben könnte. Dem widersprach der Coach: "Er ist nicht verletzt, aber er hadert natürlich mit sich. Er war sehr enttäuscht, dass er in der ersten Halbzeit nicht getroffen hat. Da hat die Lockerheit gefehlt". Er sei aber "natürlich sehr wichtig für die Mannschaft". Möglicherweise trifft der US-Amerikaner kommenden Samstag gegen 1860 München schon wieder.

Klar ist aber: "Wir müssen dringend wieder eine bessere Leistungen anbieten." Noch beträgt der Vorsprung auf die Abstiegszone zwar komfortable zehn Punkte, doch nach nur einem Sieg aus den letzten sechs Partien gehen die Blicke erstmal nach unten – zumal der KFC Uerdingen (17.) zwei Spiele weniger als Halle absolviert hat.

   
  • Semaki

    Wenn das herumgehample von heute, und nicht nur von heute, das Ergebnis intensiver Trainingsarbeit sein soll, dann gute Nacht HFC. Seit einiger Zeit hat man schon das Niveau von Atalan erreicht. Hauptsächlich durch Zufall hat man diverse Punkte geholt. Spielerisch und z.T. auch kämpferisch ist beim HFC nicht viel los. Durchhalteparolen vom Trainer, wie wir müssen besser werden, können ja in den nächsten beiden Spielen gezeigt werden. Denn sowohl 1860 als auch Rostock werden sicherlich jeweils 3:0 vom Platz gefegt. Vier Tore wird sicherlich Eberwein beisteuern.

    • Robert B.

      Wenn das jetzt so eintritt😆😆😆

    • weihnachtsmann

      Dazwischen liegt noch ein Heimspiel gegen Duisburg.

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