HFC-Fans befürchteten Nacktkontrollen in Osnabrück

Nachdem eine Gruppe von rund 60 HFC-Fans am vergangenen Samstag schon nach der Ankunft am Bahnhof in Osnabrück eine Kontrolle nicht über sich ergehen lasse wollte und wieder zurückgefahren ist, hat sich nun die "Saalefront" in einer Stellungnahme zu Wort gemeldet. Demnach habe man Nacktkontrollen am Stadion befürchtet.

HFC-Präsident Schädlich kritisiert Polizei

Schon am Bahnhof sollte es nach Angaben der HFC-Ultras Intensivkontrollen geben. Auf Nachfrage, welchen Grund diese Maßnahme habe, soll die Polizei auf "Gefahrenabwehr" verwiesen haben. Nach Diskussionen mit der Polizei habe sich die Gruppe entschlossen, die Heimreise anzutreten. "Die anwesenden Fans fühlten sich an die Maßnahme nach dem letzten Spiel in Osnabrück erinnert, bei welchem ebenfalls unter fadenscheinigen Begründungen jeder HFC-Fan beim Verlassen des Stadions kontrolliert wurde und die Maßnahme sich knapp 5 Stunden hinzog", schreibt die "Saalefront". Auch Vereinspräsident Michael Schädlich kritisierte den Polizeieinsatz auf der Homepage des Halleschen FC: "Am meisten hat mich (…) die Aussage des Polizeisprechers geärgert, dass durch diese Maßnahme und die Rückreise der HFC-Fans keine Störer ins Stadion kamen. Das ist eine Vorverurteilung, die in der Tat Fußballfans mit Randalierern gleichsetzt und nicht akzeptabel ist." Da nichts vorgefallen sei, was die Kontrollen am Bahnhof rechtfertige, "verstehe ich den Unmut unserer Fans", so Schädlich weiter.

Nacktkontrollen am Gästeblock?

Am Stadion selbst soll die Polizei laut der "Saalefront" vor allem Ausschau nach "ultraorientierten Aussehen" gehalten haben. Die zur Kontrolle gebetenen Personen hätten dies jedoch "zum Großteil" abgelehnt, da man durch die optische Abtrennung "klar mit sogenannten Nacktkontrollen rechnete." In ihrer Stellungnahme entschuldigten sich die Ultras bei der Mannschaft, "dass wir nicht gemeinsam mit ihr die ersten Tore überhaupt in Osnabrück bejubeln durften." Gleichzeitig bedankte sich die "Saalefront" aber auch bei allen HFC-Fans und Fanclubs, "welche diese Maßnahmen nicht über sich ergehen ließen und Solidarität zeigten!"

 

   
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