Heidenheim qualifiziert sich für den DFB-Pokal

In Großaspach fand dieses Jahr das Finale des Bitburger wfv-Pokals statt. Am Dienstagabend trafen die Heidenheimer auf die Neckarsulmer Sport-Union (Siebtligist). Unter der Leitung von Schiedsrichterin Christine Baitinger setzte sich der Favorit am Ende mit 3:1 (1:0) durch und qualifizierte sich somit für den DFB-Pokal, aber auch die Neckarsulmer dürfen noch hoffen, denn wenn der 1. FCH am Ende der Saison einen Platz unter den ersten vier in der 3.Liga belegt, landet der Finalist aus Neckarsulm ebenfalls im Lostopf des DFB-Pokals. Die erste Chance des Spiels gehörte dem Underdog, nach einem langen Ball verschätzte sich Sattelmaier und legte sich die Kugel fast ins eigene Netz, doch nach dieser Schrecksekunde waren die Heidenheimer am Zug. Chancen durch Titsch-Rivero, Sirigu und Schnatterer wurden allesamt vergeben.

Schnatterer ebnet den Weg zum Sieg

In der 36. Minute fiel dann das erste Tor des Tages. Ein Zuspiel von Sailer landete bei Schnatterer, dieser behielt vor dem Tor die Ruhe und schob überlegt zum 1:0 ein. In Halbzeit zwei bot sich den rund 1.500 Zuschauern ein ähnliches Bild. Wieder war es Schnatterer der frei vor Susser stand, doch diesmal ging der Neckarsulmer-Keeper als Sieger hervor (58.). Kurze Zeit später folgte ein Doppelschlag und somit die Vorentscheidung im Finale. Nach einer Flanke von Malura lauerte Sirigu am langen Pfosten, doch dieser musste nicht eingreifen, da Köhler den Ball selbst ins eigene Tor beförderte (69.). Danach war es wieder ein Angriff über rechts, Strauß spielte in die Mitte, Schnatterer per Hacke und Niederlechner musste nur noch einschieben (74.). Doch die wacker kämpfenden Neckarsulmer gaben nicht auf und kamen verdient zum Anschlusstreffer. Wieder eine Flanke von rechts, in der Mitte gewann der eingewechselte Barini das Kopfballduell gegen Strauß und traf unhaltbar für Sattelmaier zum 1:3. Die Heidenheimer wurden nun fahrlässig und Neckarsulm kam in kürzester Zeit zu zwei sehr guten Chancen, dies missfiel Chefcoach Frank Schmidt und machte dies mit einem lauten „Seid ihr Wahnsinnig“ deutlich.

Dritter Pokalsieg in Serie

Die letzten Minuten brannte aber nichts mehr an und die Heidenheimer feierten nach 2011 und 2012 den dritten wfv-Pokalerfolg in Serie. Dies gelang zuvor noch keinem anderen Team und als verdienter Lohn wandert der Pokal nun endgültig in den Besitz der Heidenheimer. Diese feierten aber nicht zu ausgelassen den Erfolg, denn im Ligaendspurt wollen die Heidenheimer unbedingt noch zwei Siege einfahren um endlich Platz fünf verlassen zu können und einen oder wenn möglich auch noch zwei Plätze gut machen. Dabei ist ein Einsatz von Stammtorhüter Sabanov unwahrscheinlich, dieser zog sich im Spiel gegen Dortmund II einen leichten Muskelfaserriss zu und fällt für das Spiel gegen Saarbrücken definitiv aus, er hoffe aber auf einen möglichen Einsatz im letzten Spiel gegen den OFC.

Stimmen zum Spiel

FCH-Cheftrainer Frank Schmidt: „Wenn man als Landesligist einem Drittligist, der weit oben in der Tabelle steht, so Paroli geboten hat, eine taktisch gute Ausrichtung hatte und das Spiel so lange offen hält, dann kann man nur ein großes Kompliment aussprechen. Die Neckarsulmer haben das sehr gut gemacht. Uns war bewusst, dass sie fighten, sehr tiefstehen und uns wenige Torchancen zugestehen werden . Wir haben es leider verpasst in den ersten zwanzig Minuten durch einige gute Möglichkeiten in Führung zu gehen. Mit der ersten Halbzeit war ich überhaupt nicht zufrieden. Aber auch für uns ist es schon eine lange Saison, da fehlt hier und da auch die geistige Frische. Nichtsdestotrotz war es wichtig, wieder einmal durch Marc Schnatterer, in Führung zu gehen. Wir wollten in der zweiten Halbzeit dann schnell für klare Verhältnisse sorgen, aber wir mussten viel investieren. Jeder einzelne Spieler des Gegners ist kämpferisch über sich hinausgewachsen. Deshalb mussten wir lange auf das 2:0 warten. Selbst nach dem 3:0 hat man gemerkt, dass wir ein paar Minuten gebraucht haben, um wieder Ruhe und Ordnung ins Spiel zu bekommen. Ich war ein bisschen enttäuscht über die Leistung heute, aber vielleicht darf ich als Trainer auch nicht zu hart mit der Mannschaft ins Gericht gehen. Wir haben zum dritten Mal in Folge den wfv-Pokal gewonnen und sind im DFB-Pokal. Die noch sechs ausstehenden Punkte in der 3.Liga wollen wir natürlich aus Eigeninteresse holen, aber auch für unseren Gegner heute. Wer als Landesligist ins wfv-Pokalfinale kommt, der hat es auch verdient in den DFB-Pokal einzuziehen. Wir werden da versuchen mit zu helfen.“

 

Sport-Union-Coach Timo Böttjer: „Gratulation an den 1. FC Heidenheim 1846 – für den absolut verdienten Pokalsieger. Sie waren heute deutlich besser als wir, das war aber auch zu erwarten, denke ich. Unser Ziel war es, ein achtsamer Gegner zu sein, den Heidenheimer es so schwer wie möglich zu machen und ich glaube, dass wir das phasenweise ganz gut gemacht haben. Wir haben unser Möglichstes getan und sind stolz auf unsere Pokalrunde. Wir haben mehr erreicht, als alle vermutet haben.“

 

FCH-Kapitän Marc Schnatterer: „Wir freuen uns, dass wir den wfv-Pokal in diesem Jahr schon zum dritten Mal in Folge nach Heidenheim holen konnten. Wir genießen jetzt den Moment, aber dann wollen wir in den nächsten zwei Spielen in der Liga noch sechs Punkte holen. Damit würden wir unsere Chancen auf den dritten Platz wahren.“

 

Statistik zum Spiel:

 

FC Heidenheim: Sattelmaier – Scioscia (46. Malura), Göhlert (70, Wittek), Kraus, Feistle – Sirigu, Krebs, Titsch-Rivero (46. Strauß), Schnatterer (79. Müller) – Sailer (64. Niederlechner), Heidenfelder

Neckarsulm: Susser – Köhler, Romano, Schaaf, Mucan (87. Höck) – Oechsner  (73. Reinecke), Gerlach, Neupert 76. Grunwald), Pribyl (62. Olgun) – Andic, Elser (46. Barini)

Tore: 1:0 Schnatterer (36.), 2:0 Köhler (69., Eigentor), 3:0 Niederlechner (74.), 3:1 Barini (76,)

 

   
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