Heidenheim: Marc Schnatterer in bestechender Form

Er ist 1,80m groß, 27 Jahre alt und trägt die Nummer 7. Marc Schnatterer ist so wichtig wie nie zuvor für den 1. FC Heidenheim. Er stand in dieser Saison bei allen 25 Spielen auf dem Platz und dabei gelangen ihm 12 Tore. Damit ist er mit Abstand der torgefährlichste Mittelfeldakteur der Liga. Doch nicht nur seine Torgefahr ist bei den gegnerischen Teams gefürchtet. Mit 12 Torvorlagen weiß „Schnatti“ – so wird er von seinen Mitspielern und Fans liebevoll genannt – wie er seine Mitspieler in Szene setzen muss. Zuletzt glänzte er mit je einer Vorlage in den letzten vier Spielen und drei eigenen Treffern.

Kapitän und Sympathieträger 

Im Sommer des Jahres 2008 wechselte Schnatterer von den Amateuren des Karlsruher SC zum 1. FC Heidenheim. Seit dieser Saison führt es das Team vor dem Anpfiff auf das Spielfeld. In dieser Zeit absolvierte Schnatterer 159 Partien (47 Tore) und dabei hat er erheblichen Anteil am Aufstieg des 1. FCH in die 3. Liga und dem guten Abschneiden in den letzten Jahren. Im vergangenen Jahr verlängerte Schnatterer seinen Vertrag bis zum Jahr 2015, für viele Heidenheimer etwas überraschend, da jeder erkennt welch ein Potential in Ihm steckt. Er selbst findet es „heutzutage leider nicht selbstverständlich“, dass ein Spieler fünf Jahre in ein und demselben Verein spielt. Doch schon lange zählt Schnatterer zu den „Lieblingsspielern“ unter den Fans, da er sich vollkommen mit dem Verein identifiziert und sich zu einem echten „Leader“ entwickelt hat. „Ich fühle mich in Heidenheim sehr wohl, genieße das Vertrauen der Verantwortlichen und will es mit Leistung zurückzahlen. Umfeld und Mannschaftsleben sind hervorragend", erklärte er in einem Interview mit dem DFB. Früher oder später führt sein Weg in die 2. Liga, ob ihm dies mit Heidenheim gelingt kann nicht gesagt werden, daher ist ein Wechsel für ihn nicht völlig auszuschließen. "Man soll im Fußball niemals nie sagen. Aber ein Weggang aus Heidenheim wäre eine extrem emotionale Angelegenheit für mich. Mein Herz hängt mittlerweile sehr an dem Verein", wird er auf "dfb.de" zitiert.

Schnatterer auf der Bank auch erfolgreich? 

Schnatterer kommt bevorzugt über die Außen, doch auch im zentral-offensiven Mittelfeld ist er gut aufgehoben. Seine Karriere wird nicht ewig weitergehen und so denkt Schnatterer auch schon an die Zukunft. Er arbeitet per Fernstudium im Bereich Sportmanagement an seiner nächsten Karriere, die ihn womöglich an die Seitenlinie führen wird, denn an einem Trainerjob zeigt Schnatterer großes Interesse. Doch zu weit schaut Schnatterer nicht in die Zukunft. In erster Linie will er weiterhin erfolgreich auf dem Fußballfeld seine Qualitäten unter Beweis stellen doch dabei seine eigene Leistung dem gemeinsamen Erfolg im Team unterordnen. Die nächste Gelegenheit ergibt sich am Samstag, denn dort reist Schnatterer mit seinen Mitspielern zur schweren Auswärtspartie nach Chemnitz um die bisherige Siegesserie (fünf Spiele) vielleicht noch weiter ausbauen zu können.

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