Heidenheim beweist Moral und dreht das Spiel gegen Erfurt

Das Spitzentrio in der 3.Liga zieht weiter einsam seine Kreise. Während Leipzig und Darmstadt ihre Spiele sehr deutlich gewannen, war es für den 1. FC Heidenheim ein hartes Stück Arbeit. Man ermöglichte den Gästen aus Erfurt zwar kaum gute Offensivaktionen, dennoch ging Erfurt vor der Halbzeit in Führung. Heidenheim bewies Moral und kam letztendlich noch zu einem verdienten 2:1 Erfolg. Heidenheim hat somit weiterhin sechs Punkte Vorsprung auf Leipzig. Erfurt rutschte nach dieser Niederlage auf Platz acht ab.

Schmidt kann auf seine Bank zählen

„Es war nicht einfach das Spiel zu drehen, doch am Ende war der Sieg hochverdient.“ Das waren die Worte von Heidenheims Coach Frank Schmidt nach der Partie. Damit hat er den das Spiel in einem Satz richtig zusammengefasst. Schmidt selbst war es dann auch, der erheblichen Anteil am Heimerfolg hatte. Nach 55 Minuten brachte er Thurk und Mayer für Titsch-Rivero und Niederlechner. Und beide Wechsel sollten sich bezahlt machen. Thurk konnte bereits zehn Sekunden nach seiner Einwechslung seinen ersten Torschuss verzeichnen. Es war auch jener Thurk der die nächsten Minuten entscheidend prägte. Nach rund einer Stunde fiel dann auch der erlösende Ausgleich. Wieder war es der auffällige Thurk der seinem Gegenspieler Pfingsten-Reddig einen Beinschuss verpasste. Der Ball kam zu Schnatterer, der mit einem satten Fernschuss Torhüter Klewin keine Chance ließ. Nur fünf Minuten später stach dann auch der zweite Joker von Schmidt. Nach einem Einwurf prallte Klewin mit Kleineheismann zusammen. Mayer stand goldrichtig und staubte zum 2:1 ab. Nach diesem unglücklichen Gegentreffer musste zudem Kleineheismann stark blutend ausgewechselt werden.

Ausfälle gut kompensiert 

Schon vor der Partie war Schmidt gezwungen zwei Änderungen in der Startaufstellung gegenüber dem Spiel in Leipzig vorzunehmen. Die rechte Abwehrseite mit Strauß und dessen Nebenmann in der Innenverteidigung Göhlert standen für die Partie gegen Erfurt nicht zur Verfügung. Dafür startete Bagceci als Rechtsverteidiger und Endres ersetzte Göhlert in der Innenverteidigung. Trotz dieser Umstellungen wurde die Viererkette der Hausherren nur selten in Verlegenheit gebracht. Wenn die Gäste zu Chancen kamen, dann ging diesen Chancen meist ein Freistoß voraus. Einmal musste Sabanov sich ganz lang machen und konnte gerade noch den Ball aus dem Winkel fischen. Beim Kopfball von Kammlott kurz vor Ende der Partie war dann aber auch Sabanov chancenlos. Ein Glück, aus Heidenheimer Sicht, klatschte der Ball nur an die Querlatte. Das Gegentor kurz vor dem Halbzeitpfiff kassierten die Heidenheimer durch einen Elfmeter. Strangl ging im Strafraum im Zweikampf mit Schnatterer zu Boden. Trotz vieler und langer Diskussionen ließ sich Nils Pfingsten-Reddig nicht beirren und brachte die Gäste zwischenzeitlich in Führung. Doch über die gesamte Spielzeit kam von den Gästen einfach zu wenig. „Ich bin mit der Leistung meiner Mannschaft nicht zufrieden. Sie war nicht couragiert genug und in der Offensive hätten wir effektiver sein müssen“, so fiel das deutliche Fazit von RWE-Coach Walter Kogler aus. Am nächsten Samstag kann es Erfurt im Heimspiel gegen Regensburg dann besser machen. Zeitgleich tritt Tabellenführer Heidenheim in Wiesbaden an.

FOTO: Marcel Junghanns / Klettermaxe Photographie / Fototifosi

 
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