"Heftig": FSV Zwickau kritisiert DFB für Terminierungen

Am Dienstag hat der DFB die Spieltage 19 bis 21 sowie sechs Nachholspiele zeitgenau angesetzt – und dem FSV Zwickau dabei ein Mammutprogramm im Januar beschert. Ein Umstand, der den Westsachsen bitter aufstößt.

Drei Englische Wochen am Stück

"Heftig" twitterte der FSV angesichts der Tatsache, dass das Team von Trainer Joe Enochs direkt zu Beginn des Jahres drei Englische Wochen in Folge bestreiten muss. Denn zwischen den regulären Partien gegen Lübeck (10. Januar), Saarbrücken (16. Januar) und Unterhaching (23. Januar) sind die Westsachsen in den Nachholspielen gegen Ingolstadt (13. Januar) und Verl (19. Januar) gefordert. Anschließend steht mit der Partie gegen Duisburg (26. Januar) noch ein reguläres Spiel unter der Woche an. Sechs Partien in 16 Tagen also.

"Der Wunsch des FSV Zwickau, die Nachholspiele etwas dosierter zu verteilen, fand leider keine Beachtung", kritisiert der Verein. Neben der dichten Taktung sind es vor allem die weiten Reisen in kurzer Zeit, die dem FSV sauer aufstoßen. Allein zwischen dem 16. und 23. Januar werden die Westsachsen zu den drei Auswärtsspielen in Saarbrücken, Verl und Unterhaching insgesamt 2.600 Kilometer (Hin- und Rückfahrt) zurücklegen müssen.

Zwickau nicht als einziger Klub betroffen

Der FSV Zwickau ist allerdings nicht der erste Verein, der in dieser Saison drei Englische Wochen in Folge absolvieren muss. Auch Halle und Meppen waren zuletzt in diesem Rhythmus gefordert. Geschadet hat es beiden Klubs allerdings nicht – im Gegenteil. Während Halle in sieben Spielen zwölf Zähler holte, verbuchte Meppen aus ebenso vielen Partien sogar 13 Punkte. Und kann das Konto mit dem Nachholspiel gegen Türkgücü München (Mittwoch, 17 Uhr) – der achten Partie innerhalb von 29 Tagen – noch weiter aufstocken. Verl, Magdeburg, Unterhaching und Mannheim sind im Januar ebenfalls dreimal hintereinander unter der Woche gefordert.

Und so dicht das Programm auch getaktet ist, so bietet es aber auch die Chance, innerhalb kurzer Zeit viel Boden gut zu machen. Bei drei Spielen weniger liegen die Zwickauer derzeit zwei Punkte hinter dem rettenden Ufer. Wann die Partie gegen Bayern München II nachgeholt wird, steht derweil noch nicht fest. Dass der DFB die Spiele in einem relativen kurzen Zeitraum angesetzt hat, überrascht derweil nicht. Schließlich sind weitere Absagen zu Beginn des neuen Jahres nicht ausgeschlossen. Und jeder Spielausfall lässt den Terminkalender noch dichter werden.

   
  • Phillip

    Ich als Zwickauer kann Geheule auch nicht zwangsläufig etwas abgewinnen. Das Programm war so zu erwarten und dann muss man da eben durch. Die Chance mal durchzurotieren und etwas ganz anderes zu probieren.

  • Herby

    Das es Halle und Meppen nicht geschadet hat, sehe ich mit Blick auf verletzte Spieler aber anders. Und wenn Verl sich nicht traut ein Veto einzulegen, muss das nicht automatisch heißen, daß sie es befürworten.

    • DM von 1907

      Kein Verein ist in der Lage, ein Veto einzulegen!

      Ansonsten gibt es eben Vereine, die immer über alles klagen, und andere, die die Situation positiv annehmen und versuchen, das Beste daraus zu machen. Als Magenta Sport dem Verler Trainer Rino Capretti die Klage-Frage in den Mund gelegt hat ("Sind Sie nicht auch besorgt über die vielen Spiele, die jetzt in kurzer Zeit auf Sie zukommen?"), antwortete dieser: "Nein, wir sehen das positiv, weil die vielen Spiele nach der erzwungenen Pause uns helfen, schnell wieder in den Spielrhythmus zu finden!" Klasse-Statement!

      • Attel456

        Super Beitrag. Ganz meine Meinung.

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