Haugen wohl von 1860 zum FCN – Auch Dulic heiß begehrt
Nach dem Zwangsabstieg des TSV 1860 München haben zahlreiche Verträge ihre Gültigkeit verloren, darunter die von Sigurd Haugen und Sean Dulic. Während Letzterer mit mehreren Bundesligisten in Verbindung gebracht wird, zieht es Haugen wohl nach Nürnberg.
Wohl bereits zum Medizincheck
Mit 16 Toren und vier Vorlagen war Sigurd Haugen in der zurückliegenden Serie der Top-Torjäger des TSV 1860. Entsprechend überraschte es nicht, dass der Norweger von zahlreichen Klubs gejagt wurde – auch schon vor dem Zwangsabstieg, durch den der eigentlich noch bis 2027 laufende Vertrag des 28-Jährigen nicht mehr gültig ist und er somit ablösefrei wechseln kann. Das Rennen scheint der 1. FC Nürnberg gemacht zu haben. Laut dem Online-Portal "clubfokus.de" soll sich Haugen bereits zum Medizincheck in Nürnberg befinden und anschließend einen Vertrag unterschreiben.
Haugen wird nicht der einzige Stammspieler der vergangenen Spielzeit bleiben, der die Löwen nach dem Sturz in die 4. Liga verlassen wird. Auch Sean Dulic dürfte dazugehören, kann der 20-Jährige doch ebenfalls ablösefrei wechseln. Neben dem FC Augsburg und dem Hamburger SV soll laut "dieblaue24" besonders der FC Schalke 04 ein großes Interesse an dem Innenverteidiger zeigen, dazu noch der VfL Bochum in der 2. Bundesliga.
Guttau kommt wohl nicht
Auch die geplanten Transfers der Münchner sind geplatzt. So haben die Löwen an einer Rückkehr von Julian Guttau nach Giesing gearbeitet, aber durch den Absturz in die Regionalliga ist der frühere Nachwuchsspieler der Sechzger nicht mehr zu haben. Und bereits verabschiedete Spieler wie Kapitän Jesper Verlaat, die möglicherweise eine gewisse Bereitschaft zum Verbleib in der Bayern-Staffel mitgebracht hätten, stehen vor neuen Engagements. Verlaat soll beispielsweise vor einer Unterschrift bei Borussia Dortmund II stehen.
Für Kopfschütteln sorgt offensichtlich aber auch das grundsätzliche Vorgehen der 1860-Verantwortlichen, die in den letzten Tagen und Wochen sicherlich viel um die Ohren hatten. Doch Unmut gab es vorher schon. So äußerte sich Danny Bachmann, Berater des verletzten und bereits verabschiedeten Thore Jacobsen, gegenüber der "Abendzeitung" kritisch: "1860 hat Thore inzwischen angeboten, die Trainingsmöglichkeiten zu nutzen und ihn damit bei seiner Reha zu unterstützen. Ein Vertragsangebot gab es leider nicht." Zu einem Verbleib wird es wohl nicht kommen, obwohl auch Jacobsen nach seiner Genesung ein wichtiger Faktor in der Regionalliga werden könnte. "Aber wenn es Sechzig nicht einmal schafft, einen Spieler nach einem Kreuzbandriss anzurufen, um ihm gute Besserung zu wünschen, dann ist eigentlich alles gesagt", so Bachmann.