"Hart mit uns ins Gericht gehen": FCI forciert den ersten Saisonsieg

Als einzige Mannschaft in der Liga ist der FC Ingolstadt ohne Sieg, aber auch ohne Niederlage in die Saison gestartet. Zwei Unentschieden ebnen den Schanzern einen Weg, der mit kontinuierlicher Entwicklung zum Erfolg führen soll. Auch gegen Großaspach? Am Samstag (14 Uhr) muss Cheftrainerin Sabrina Wittmann der Euphorie des DFB-Pokals entgegentreten.

"Trotzdem ist das gut"

Gegen Würzburg (2:2) verspielte Ingolstadt zwei Führungen, gegen Münster (1:1) holten die Schanzer einen Rückstand auf. Im bayerischen Landespokal schoss die Mannschaft von Cheftrainerin Sabrina Wittmann ihre Gegner dafür reihenweise ab, zuletzt auch Regionalligist Wacker Burghausen – und zwar mit 4:0. Folgt jetzt der erste Sieg in der Liga? "In der Phase, in der wir jetzt sind, ist es vielleicht nicht ganz entscheidend, ob wir mit drei oder vier Toren gewinnen. Ganz wichtig ist die Art und Weise, wie wir spielen", betonte die 35-Jährige, dass sie durchaus Schlüsse aus den Pokalspielen gegen die unterklassigen Gegner sowie aus den Tests der Vorbereitung ziehen konnte. "Die beiden Unentschieden tun extrem weh, aber da sieht man, dass wir gute Spiele gemacht haben."

Der Wittmann-Weg, er ist seit jeher ein Weg der kontinuierlichen Entwicklung. Aber er soll auch Früchte tragen. "Ich habe schon das Gefühl, dass wir nicht irgendwo bei Null anfangen, sondern, dass wir de Chance haben, dadurch, dass viele Spieler geblieben sind, dass wir etwas darauf aufbauen können", machte sich die Cheftrainerin für die aktuelle Strategie stark. Das Spiel vom eigenen Tor wegzuhalten, gelang zuletzt bereits gut. Trotzdem schlagen die wenigen Chancen des Gegners ein. "Wenn man sich die Statistik anguckt, die zwar keinen Menschen am Ende interessiert, haben wir nur dreieinhalb Schüsse pro Spiel zugelassen. Das ist Liga-Bestwert, aber bis jetzt kann man sich nach zwei Spielen nicht viel davon kaufen. Trotzdem ist das gut."

"Der größtmögliche Gegner"

Wittmann ahnte, woran es noch fehlt: Die Konsequenz. "Weil das entscheidet über Fußballspiele, vorne wie hinten. Und ich finde schon, dass wir da sehr hart mit uns ins Gericht gehen müssen", zeigte sich die 35-Jährige selbstkritisch. Auf der anderen Seite wolle sie das fortsetzen, was seit Beginn ihrer Amtszeit vor über zwei Jahren beim FC Ingolstadt stark gemacht hat – nämlich die Ruhe zu bewahren. "Allgemein sind wir auf einem sehr, sehr guten Weg", beteuerte Wittmann. Auf Lukas Fröde (Rotsperre), Benjamin Kanuric (Aufbautraining), Dennis Kaygin (Syndesmoseverletzung), Jasper Maljojoki (Aufbautraining) und Mason Toye (Knieverletzung) wird die 35-Jährige in Aspach verzichten müssen. WM-Fahrer Nishan Velupillay könnte hingegen dabei sein.

Jetzt geht es gegen eine Mannschaft, die zurzeit von der Euphorie getragen wird. Die SG Sonnenhof Großaspach feierte nicht nur den Aufstieg, sondern auch den Coup im DFB-Pokal. Dort gelang das Weiterkommen im Elfmeterschießen gegen Zweitligist Bielefeld. "ich glaube schon, dass dich das in der Liga extrem tragen kann", ahnte Wittmann. "Deswegen glaube ich auch, dass es der größtmögliche Gegner an diesem Wochenende sein wird. Die Euphorie, gepaart mit ihrer Qualität, ist eine gefährliche Kombination für uns." Und doch, so Wittmann, habe der FCI alle Möglichkeiten am Ende wieder in der eigenen Hand. Bestenfalls, um den ersten Sieg in dieser Saison zu holen – oder zumindest die erste Niederlage erneut zu vermeiden.

   

Das könnte Sie auch interessieren

Auch interessant

Back to top button